Skip to main navigation Skip to main content

Downloads und Links der Abfallwirtschaft

Eine moderne Abfallwirtschaft - Ziele und Wege

Deutschlands Know-how für eine moderne Kreislaufwirtschaft

Diese Broschüre gibt Anregungen und Hilfestellungen, die zu einer stufenweisen Entwicklung einer modernen Abfallwirtschaft führen können. Den richtigen Weg für ein Land kann diese Broschüre nicht vorgeben - dieser kann nur individuell in Zusammenarbeit mit Experten gefunden werden. Die Broschüre wurde unter Mitwirkung folgender Insititutionen erstellt: BMUB, BMZ, BMWi, RETech, VDMA, KfW, GTAI, giz, UBA, DGAW, DWA, BDE und bvse

Eine moderne Abfallwirtschaft - Ziele und Wege (PDF, 1.83 MB)

Modern waste - Goals and Paths (PDF, 1.83 MB)

UNEP - Global Waste Management Outlook

Der Global Waste Management Outlook ist 2015 ist das Ergebnis einer zweijährigen Arbeit internationaler Experten und ist entstanden auf Initiative und unter der Leitung des International Environmental Technology Centre (IETC) der UNEP und der International Solid Waste Association (ISWA). Der GWMO vermittelt den ersten umfassenden Überblick über den weltweiten Stand der Abfallwirtschaft im 21. Jahrhundert. Der Outlook ist ein aktueller Statusbericht und gleichzeitiger Aufruf an die internationale Gemeinschaft zu erforderlichen Maßnahmen.

Waste Atlas - Interactive map with visualized waste management data

Der Waste Atlas ist ein sog "crowd-sourcing Tool", ähnlich Wikipedia, bei dem die Datensammlung und Verifizierung auf eine grosse Gruppe von Internetnutzern verlagert wird. Der Waste Atlas ist ein nicht kommerzielles und frei zugängliches Instrument zur Information und Benchmarking mit dem Ziel, weltweit verstreut vorhandenen Daten zur Abfallwirtschaft verfügbar zu machen.

Hintergrundinformation zur Entstehung des Waste Atlas

Informationssammlung: Best Practice Municipal Waste Management

Die Informationssammlung: Best Practice Municipal Waste Management des Umweltbundesamtes soll die in Deutschland erfolgreich eingesetzten abfallwirtschaftlichen Verfahren und Techniken in einer komprimierten, systematischen Art dokumentieren, ihre Anwendungsmöglichkeiten skizzieren und Interessenten aus dem In- und Ausland in einer benutzerfreundlichen elektronischen Form die Möglichkeit eröffnen, wesentliche Einblick in die technologischen Rahmendaten zu erhalten sowie Anbieter der jeweiligen Technologien kennen zu lernen.

Best Practice in der deutschen Abfallwirtschaft - auf Polnisch: ein e-Book über den Kompetenzaufbau zu bewährten Verfahren für die kommunale Abfallwirtschaft in Polen

Visualisierung von abfallwirtschaftlichen Best Practice-Beispielen: kartenbasierte Internetplattform, auf der Informationen über Projekte öffentlicher und Privater deutscher Akteure im Bereich der Abfallwirtschaft veröffentlicht werden.

GTAI - Länderspezifische Branchenkurzanalysen der Recycling- und Entsorgungswirtschaft

Die Reihe "Branche kompakt" der GTAI umfasst eine Vielzahl von Branchenkurzanalysen zu verschiedenen Schlüsselbranchen. Die Berichte werden regelmäßig aktualisiert, zumeist im Jahresrhythmus, und legen den Fokus auf die Absatzchancen für deutsche Produkte und Dienstleistungen. Eine einheitliche Gliederungsstruktur und vorgegebene Statistiken erleichtern den Ländervergleich.

SWEEP-Net – Cost of Environmental Degradation

2014 hat das regionale Abfallnetzwerk SWEEP-Net in Zusammenarbeit mit dem Center for Mediterranean Integration (CMI) und gemeinsam mit ihren lokalen Partnern einen Prozess zur Erstellung von umweltökonomischen Gesamtrechnungen für die Städte Beirut (Libanon), Tunis (Tunesien) und Rabat (Marokko) angestoßen. In den Analysen wurden die Externalitäten und negative Auswirkungen von Aktion/Nichtaktion im abfallwirtschaftlichen Kontext (z.B. auf öffentliche Güter, Gesundheit, Tourismus, Fischerei usw.) erfasst. Die Ergebnisse wurden in drei Studien zu Cost of Environmental Degradation (COED) dargestellt.
In den meisten Entwicklungs- und Schwellenländern finden mögliche wirtschaftliche und soziale Kosten/Nutzen in den strategischen Planungsprozessen insbesondere in der Abfallwirtschaft keine Berücksichtigung. Ziel der Studie war es die makroökonomischen Kosten eines abfallwirtschaftlichen Missmanagements zu quantifizieren und somit notwendigen Investitionskosten für eine verbesserte Abfallwirtschaft gegenüber zu stellen. Für politische Entscheidungsträger wurden die Ergebnisse nochmals in Form von sogenannten Policy Notes zusammengefasst.

Informeller Sektor

GIZ

Einbindung des informellen Sektors in die kommunale Abfallwirtschaft

Der informelle Sektor leistet durch seine Aktivitäten in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern einen beträchtlichen Anteil am Wirtschaftsleben. Mitglieder des informellen Sektors sammeln Wertstoffe und leisten dadurch teilweise signifikante Beiträge zur kommunalen Abfallwirtschaft. Durch die Wiedergewinnung und Weiterverwertung von Wertstoffen trägt der informelle Sektor darüber hinaus zum Ressourcenschutz bei.

Aufgrund der prekären wirtschaftlichen Situation, fehlender Investitionsmöglichkeiten, schlechte Ausbildung und der geringen Bereitschaft vieler Kommunen zur Zusammenarbeit sind die Potentiale im Hinblick auf nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Als Folge arbeitet der informelle Sektor häufig ineffizient und unter Vernachlässigung notwendiger Arbeitssicherheit und Gesundheitsmaßnahmen und trägt somit zu weiteren Umweltbelastungen bei, wie z.B. bei der Gewinnung von Wertstoffen aus elektrischen und elektronischen Geräten. Bei der Etablierung geregelter Entsorgungsstrukturen ist die Beachtung der jeweiligen lokalen Gegebenheiten und damit auch die Einbindung des informellen Sektors erforderlich, um Akzeptanz für ein verändertes abfallwirtschaftliches System herzustellen. Die Einbindung der bestehenden Strukturen des informellen Sektors können zudem auch unter veränderten Rahmenbedingungen zur Wirtschaftlichkeit eines Sammelsystems beitragen.

Beispiel Tunesien

Der in Tunesien produzierte Abfall enthält durchschnittlich bis zu 24% wiederverwertbare Materialien. Ca. 8.000 tunesische Wertstoffsammler, die sogenannten „Barbéscha“, leben davon, diese Materialien zu sammeln und zu verkaufen. Dieser informelle Recyclingsektor in Tunesien war zu Beginn der Maßnahme nicht organisiert, es existierte kein legaler Rahmen für dessen Aktivität und die Barbéscha arbeiteten meist unter prekären Bedingungen. Trotz des großen Beitrags, den sie zum tunesischen Recyclingsektor leisten, arbeiten sie meist ohne geregelte Vertragsbeziehungen, d.h. ohne Sozial- und Krankenversicherung. Kulturell-soziale Zuschreibungen führten zu sozialer Isolierung.

Das Vorhaben „Strukturelle Einbindung des informellen Abfallsektors in die kommunale
Abfallwirtschaft in Tunesien“, das von Januar 2014 bis Juni 2105 durch die GIZ im Auftrag des BMZ durchgeführt wurde setzte sich zum Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen des informellen Sektors durch strukturelle Einbindung in die kommunale Abfallwirtschaft zu verbessern.

Folgende Annahmen lagen dem Ansatz zu Grunde: Eine bessere Selbstorganisation führt zu einer Stärkung der Verhandlungsfähigkeit und Interessenvertretung des informellen Sektors. Nachhaltige Einkommensmöglichkeiten schaffen eine finanzielle Existenzgrundlage für die informellen Müllsammler. Die Anerkennung des informellen Sektors als integraler Bestandteil der tunesischen Abfallwirtschaft trägt zu einer Effizienzsteigerung der lokalen Abfallwirtschaft bei.

Die Ergebnisse und Erfahrungen des Projektansatzes wurden gemeinsam mit der nationalen tunesischen  Abfallbehörde ANGed in den National Guidelines for Structural Integration oft he Informal Sector in Solid  Waste Management zusammengefasst und veröffentlicht.

Einen guten Eindruck vom Leben der Menschen, die im informellen Sektor in Tunesien  arbeiten vermittelt der Film Barbesh, der während des Projektes produziert wurde.

Beispiele und Ansätze zu einer erfolgreichen In-Wert-Setzung der Aktivitäten des informellen Sektors In Middle East und Nordafrika (MENA) enthält das Dokument Valuing Informal Integration: Inclusive Recycling in North Africa and Middle East, das Beispielhaft die Ansätze in den Ländern Ägypten, Marokko, den palästinensischen Gebieten und Tunesien beschreibt.

Filme zum abfallwirtschaftlichen Stand in arabischen Ländern

Eine gute bebilderte Ergänzung zu den existierenden Zahlen, Daten und Fakten für die Länder der MENA Region (Middle East and North Africa) ist bieten die beiden Filme, die im Jahre 2014 im Auftrag des BMZ durch die GIZ und das regionale Abfallnetzwerk SWEEP-Net erstellt wurden.

Der ausführliche Film dauert 38 Minuten und 43 Sekunden und gibt ein relativ detailliertes Bild zur Situation der Abfallwirtschaft in den 9 Mitgliedsländern des regionalen Abfallnetzwerks SWEEP-Net. Der Trailer dauert nur 6 Minuten 13 Sekunden und gibt einen Überblick über die Arbeit von SWEEP-Net in den einzelnen Mitgliedsländern.

Zudem wurde ein Kurzfilm zur Sensibilisierung zu Food Waste konzipiert. Dieser Film entstand zur SWEEP-Net Regionalkonferenz im Mai 2015 in Tunis. Der Film wurde unmittelbar vor der Konferenz vorbereitet, während einer Abendveranstaltung im Rahmen der Konferenz mit aktuellen Aufnahmen komplettiert und auch bei der gleichen Abendveranstaltung noch vorgestellt. Die Idee einen unmittelbaren Bezug zwischen der Konferenz, deren (vermeidbaren) negativen Begleiterscheinungen und den während der Konferenz diskutierten Fachthemen herzustellen wurde von den 600 Teilnehmern als sehr anregend und sehr positiv aufgenommen und später auch bei ISWA für eine Auszeichnung nominiert