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Internationalen Entwicklungen bei der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung auf den Kassler Abfall- und Ressourcenforum

© Sutco RecyclingTechnik GmbH
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Am 12. April 2018 stellten Michael Nelles, Gert Morscheck & Abdallah Nassour der Universität Rostock auf dem 30. Kasseler Abfall- und Ressourcenforum die internationalen Entwicklungen bei der mechanischen, mechanisch-biologischen und stoffstromspezifischen Abfallbehandlung vor.

Die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) hat sich in den letzten 15 Jahren als wichtige Säule in der Kreislaufwirtschaft Deutschlands etabliert. Die Anlagen werden kontinuierlich weiter optimiert, um Verfahrenstechnik, Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Beitrag zum Klimaschutz zu verbessern. Auf dieser technologischen Basis ist die M(B)A eine flexible und umweltverträgliche Option der Abfallbehandlung, die auch im internationalen Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnt. Deutschland ist im Bereich der mechanischen, mechanisch-biologischen und stoffstromspezifischen Abfallbehandlung (noch) als Technologieführer anerkannt. Vor diesem Hintergrund wurde die Frage behandelt, wie die M(B)A-Technik international (besser) vermarktet werden kann.

Dazu hat sich eine schlagkräftige Allianz gebildet, die von German RETech Partnership e.V. (RETech) getragen wird. Unter diesem Dach haben sich namhafte, deutsche Unternehmen und Institutionen der Abfall- und Entsorgungswirtschaft zusammengeschlossen. Dies umfasst Forschung, Planung, Ausrüstung, Logistik, Betrieb und die Vermarktung sekundärer Rohstoffe. RETech wird von der Bundesregierung, insbesondere durch die Bundeministerien BMU, BMWi, BMZ und BMBF unterstützt, die mit Know-how und Unterstützungsleistungen beitragen. Darüber hinaus sind die Organisationen UBA, GTAI, GIZ und KfW beteiligt, die ebenso wie die Verbände der Entsorgungsbranche BDE, bvse, VKU, VAK und VDMA die Arbeit in einem Beirat unterstützen.

Die Exportinitiative RETech verfolgt dabei vor allem folgende Ziele:

  • Verbesserung der Exportvoraussetzungen für Unternehmen in der Recycling- und Entsorgungsbranche,
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes und Förderung der Vermarktung von nachhaltigen und innovativen Recycling- und Effizienztechnologien,
  • Förderung des Know-how-Transfers,
  • Aufbau eines Netzwerks aus Ministerien, nachgeordneten Behörden, wissenschaftlichen Institutionen und Verbänden, die den Export deutscher Recycling- und Entsorgungstechnologie sowie den Wissenstransfer unterstützen,
  • Entwicklung und Anhebung der internationalen abfallwirtschaftlichen Standards insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern,
  • Unterstützung der Politik im In- und Ausland bei der Etablierung eines Ordnungsrahmens für die Abfallwirtschaft,
  • Unterstützung ausländischer Partner bei der Anwendung nachhaltiger Umwelttechnologie und eines nachhaltigen Umweltmanagements.