

Frankreichs Recyclingwirtschaft erfährt nach einer dynamischen Aufbruchsphase einen stärkeren Rückschlag. Beeinträchtigt wird das Geschäft sowohl durch die sinkende Nachfrage nach Wertstoffen wie auch die ausgeprägte Preisbaisse. Während der Umsatz 2008 noch einen Zuwachs um 3% auf rund 11 Mrd. Euro verzeichnete, dürfte 2009 ein Verlustjahr werden und eine Erholung erst 2010 einsetzen. Die Branche zeigt eine Tendenz zur Konzentration, sei es durch Übernahmen oder die Verbreiterung des Geschäftsfeldes.
Allerdings dürften die Zweige Papier und Kunststoffe mit dem Auslaufe der Wirtschaftskrise und der Auszehrung der Lagerbestände zukünftig wieder deutlich stärker von den wachsenden Absatzmärkten in Asien profitieren, vor allem aus den großen Schwellenländern Indien und der VR China.
Damit offeriert der Markt längerfristig noch ein bedeutendes Potential für neue Investitionen und Geschäftschancen. Laut der Invest in France Agency bestanden Mitte 2008 zehn neue Projekte, wovon vier durch ausländische Unternehmen durchgeführt wurden: Wellmann France Recyclage in Verdun, Freudenberg Politex in Colmar, Amcor (La Seda) in Ste-Marie-la-Blanche und Sorepla (Envipco) in Neufchâteau.
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