

Im Vereinigten Königreich müssen in den kommenden zehn Jahren rund 1.700 Abfallbehandlungs- und Recyclinganlagen gebaut werden, damit die langfristigen politischen Ziele für den Sektor erreicht werden können. Ein großer Anteil der Anlagen und Ausrüstungen wird aus den USA und anderen EU-Ländern eingeführt. Hinter den führenden Betreibern und Dienstleistern stehen häufig multinationale Konzerne wie Veolia Environnement und GDF Suez. Anlagen zur Gewinnung von Energie aus Abfällen (Energy from Waste) sind zunehmend gefragt.
Bei der Behandlung von kommunalem Abfall hat das Land im europäischen Vergleich Nachholbedarf. Noch 2008 landeten 55% davon laut Eurostat auf Deponien (Durchschnitt der EU-27-Länder: 40%). Auch der Kompostierungs- und Verbrennungsanteil blieb mit 12% sowie 10% unter dem EU-Durchschnitt. Die Regierung will Deponieabfälle unter anderem durch Müllvermeidung weiter drastisch reduzieren. Vermutlich werden die Recycling-, die Kompostierungs- und die Verbrennungsquote weiter steigen.
Dafür sind verstärkte Investitionen unverzichtbar. Zur Erreichung der politischen Sektorziele 2020 müssten rund 1.700 neue Abfallbehandlungsanlagen gebaut werden. Die Betreiber von Müllbehandlungs- und Recyclinganlagen beziehen ihre Ausrüstungen meistens aus anderen EU-Ländern und den USA. Die Chancen für ausländische Anbieter dürften somit gut bleiben. Essentiell für den Bau und Betrieb auch von Recyclinganlagen ist das PFI-Modell (Private Finance Initiative). Mindestens ein privater Akteur erhält von einer Behörde den Auftrag, zum Beispiel eine Anlage zur Müllbehandlung zu finanzieren, zu bauen und zu betreiben. Das Umweltministerium Defra hielt im Haushaltsjahr 2008/09 rund 600 Mio. £ für Darlehen an PFI-Auftragnehmer bereit (für 2009/10 sowie 2010/11: 700 Mio. £).
Der ganze Branchenbericht "Branche kompakt" finden Sie bei Germany Trade & Invest unter: www.gtai.de/ext/anlagen/PubAnlage_7901.pdf
