Nachrichten
VDM stellt Eckpunkte einer Rohstoffstrategie für Europa vor
05.12.2011 - Der Verband Deutscher Metallhändler hat Eckpunkte zu einer Rohstoffstrategie vorgelegt. Unter anderem fordert der VDM den Abbau von Handelshemmnissen sowie eine differenziertere Ausgestaltung des Abfallrechts.
mehr - Mehr politische und strategische Unterstützung für das Recycling, den Abbau von Handels- und Wettbewerbsverzerrungen sowie eine europaweite Harmonisierung der Umweltvorschriften – diese und andere Forderungen richtet der Verband Deutscher Metallhändler (VDM) an die Politik in einem heute veröffentlichten Eckpunktepapier für eine europäische Rohstoffstrategie.Damit bezieht der Verband Position zu der Anfang 2011 von der EU-Kommission vorgestellten Rohstoffstrategie sowie dem im Entwurf befindlichen Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess). In sechs Eckpunkten zeigt der VDM die wichtigsten Handlungsfelder für den Bereich der Nichteisen-Metalle auf. Unter anderem spricht sich der Verband für eine differenziertere Ausgestaltung des geltenden Abfallrechts aus. Ferner brauche es europaweit einheitliche Umweltvorschriften sowie eine politische Stärkung der Rohstoffpolitik.
ERA hält Entsorgungstarife mit Ausnahme von Bildschirmgeräten konstant
02.12.2011 - Die ERA Elektro Recycling Austria GmbH erhöht den Entsorgungstarif für Bildschirmaltgeräte im kommenden Jahr um fünf Prozent. Die Tarife für alle anderen Kategorien bleiben hingegen unverändert.
mehr - Die ERA Elektro Recycling Austria GmbH erhöht den Entsorgungstarif für Bildschirmaltgeräte im kommenden Jahr um fünf Prozent. Die Tarife für alle anderen Elektro- und Elektronikgeräte bleiben hingegen unverändert. Das geht aus der aktuellen Tarifübersicht des Unternehmens für das Jahr 2012 hervor.Für Bildschirmgeräte mit einem Gewicht von weniger als 35 Kilogramm müssen Hersteller und Händler in Österreich demzufolge ab 1. Januar für die Entsorgung 29 Cent pro Kilogramm zahlen. In diesem Jahr lag der Hauhaltstarif noch bei 27,6 Cent pro Kilogramm. Als Grund für die Anhebung verweist die ERA lediglich auf die aktuelle Erfassung von Bildschirmgeräten, die einen derartigen Schritt trotz umfangreicher Maßnahmen zur Kostensenkung notwendig gemacht habe.
Neue Novelis-Recyclinganlage in Neuss offiziell eingeweiht
22.11.2011 - Der US-amerikanische Aluminiumproduzent Novelis baut seine Recyclingaktivitäten in Deutschland weiter aus. Am Dienstag wurde eine neue, rund 14 Mio € teure Recyclinganlage in Neuss offiziell in Betrieb genommen
mehr - Der US-amerikanische Aluminiumproduzent Novelis baut seine Recyclingaktivitäten in Deutschland weiter aus. Am Dienstag wurde eine neue, rund 14 Mio € teure Recyclinganlage am Standort der Tochtergesellschaft Aluminium Norf GmbH in Neuss offiziell in Betrieb genommen. In dem Zweikammer-Schmelzofen sollen jährlich rund 50.000 Tonnen Aluminiumschrott recycelt und in den Produktionskreislauf der Alunorf-Walzwerke zurückgeführt werden. Wie Novelis mitteilte, sollen in der Anlage sowohl Schrotte aus eigenen Werken als auch Produktionsschrotte von Kunden in ganz Europa verarbeitet werden.Alunorf ist ein Joint-Venture zwischen Novelis und dem norwegischen Aluminiumkonzern Norsk Hydro ASA. Letzterer hatte bereits 2009 ebenfalls rund 14 Mio € in einen baugleichen Recyclingofen in Neuss investiert. Insgesamt verfügt das Recyclingzentrum Neuss damit jetzt über eine Aufbereitungskapazität von rund 100.000 Jahrestonnen Aluminiumschrott.
German Pellets darf in Ettenheim Altholz einsetzen
22.11.2011 - German Pellets darf in seinem Heizwerk am Standort Ettenheim künftig auch behandeltes Altholz verbrennen. Eine entsprechende Änderungsgenehmigung wurde
vom zuständigen Landratsamt Ortenaukreis erteilt.
mehr - German Pellets darf in seinem Heizwerk am Standort Ettenheim künftig auch behandeltes Altholz verbrennen. Eine entsprechende Änderungsgenehmigung wurde nach Angaben des Unternehmens vergangene Woche vom zuständigen Landratsamt Ortenaukreis erteilt. Auflagen für die Genehmigung sind der Bau und Betrieb einesüberdachten Brennstoffbunkers sowie der Austausch des bestehenden Elektrofilters durch einen Gewebefilter. German Pellets geht davon aus, dass jetzt weitere, noch ausstehendebaurechtliche Entscheidungen zeitnah getroffen werden und infolgedessen die seit langem geplante zweite Ausbaustufe des Werkesrealisiert werden kann.
Europäische Papierindustrie steigert Recyclingquote von Altpapier auf 69 Prozent
17.11.2011 - Die europäischen Papierproduzenten haben in den beiden vergangenen Jahren 69 Prozent des anfallenden Altpapiers recycelt. Das geht aus dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht von CEPI hervor.
mehr - Die Papierproduzenten in Europa haben in den beiden vergangenen Jahren 69 Prozent des anfallenden Altpapiers recycelt. Das geht aus dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des europäischen Papierverbandes (CEPI) hervor. In seiner europäischen Erklärung zum Papierrecycling hat sich der Verband zudem verpflichtet, die Recyclingquote bis 2015 auf einen Wert von mindestens 70 Prozent zu steigern.Die in Europa produzierten Zeitungspapiere und Wellpappenkartons bestehen mittlerweile zu 90 Prozent aus Recyclingfasern, erklärte CEPI weiter. Als weiteren Erfolg verbuchte der Verband, die Rückführung von 94 Prozent des im Produktionsprozess eingesetzten Wassers.
Eon baut Biomassekraftwerk bei Sheffield
16.11.2011 - Der britische Ableger der Eon-Gruppe wird Ende November mit dem Bau eines Biomassekraftwerks auf Altholzbasis in Blackburn Meadows bei Sheffield beginnen.
mehr - Der britische Ableger der Eon-Gruppe wird Ende November mit dem Bau eines Biomassekraftwerks in Blackburn Meadows bei Sheffield beginnen. Die Anlage mit einer Leistung von 30 MW werde Altholz aus britischen Quellen als Brennstoff einsetzen, teilte der Energieversorger mit.Den Liefervertrag erhielt das Recyclingunternehmen R Plevin & Sons, das den Auftrag als „den lukrativsten in der 38jährigen Geschichte des Familienunternehmens“ bezeichnete.
VVA-Ausnahmeregelung für Rumänien verlängert
15.11.2011 - Vertreter der EU-Mitgliedstaaten haben einer Regelung zugestimmt, die Rumänien bis Ende 2015 erweiterte Möglichkeiten einräumt, gegen die Einfuhr von Verwertungsabfällen Einwände zu erheben.
mehr - Vertreter der Mitgliedstaaten der EU haben einer Regelung zugestimmt, die Rumänien bis Ende 2015 erweiterte Möglichkeiten einräumt, gegen die Einfuhr bestimmter Verwertungsabfälle Einwände zu erheben. Diese Sonderbestimmung wird damit genauso gelten wie die in der EG-Verordnung über die Verbringung von Abfällen (VVA) festgeschriebene Übergangsregelung, die alle Verbringungen von Abfällen der grünen Liste (Anhang III der VVA) zur Verwertung nach Rumänien dem Notifizierungsverfahren unterwirft.
BDE für Liberalisierung und freien Warenverkehr
11.11.2011 - Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft hat anlässlich seines 50-jährigen Bestehens die „Berliner Erklärung“ vorgestellt.
mehr - Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft hat anlässlich seines 50-jährigen Bestehens die „Berliner Erklärung“ vorgestellt. Das Thesenpapier gilt als neue strategische Positionsbestimmung der Branche und enthält Visionen zur Zukunft der Kreislaufwirtschaft in Deutschland und Europa. Laut BDE-Präsident Peter Kurth bekennen sich die privaten Unternehmen etwa zu dem Ziel, künftig 100 Prozent der recyclingfähigen Materialien einer stofflichen Verwertung zuzuführen.„Mit diesem Ziel gehen wir bewusst über die Regelungen des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes hinaus“, sagte Kurth und kritisierten erneut eine im Gesetz fixierte Aufweichung der fünfstufigen Abfallhierarchie. Diese berge die Gefahr, dass auch künftig große Mengen an Wertstoffen in den Müllöfen landen und somit dem Recycling entzogen werden. Um die Recyclingwirtschaft ausbauen zu können, streben der BDE und die privaten Entsorger auch eine vertiefte Partnerschaft mit der Industrie an. Nur durch eine Ausweitung der Produktverantwortung werde es gelingen, künftig tatsächlich auch die Edelmetalle und seltenen Erden aus alten Elektrogeräten zurückzugewinnen.Zudem fordert der BDE für alle Abfallströme den Grundsatz der Warenverkehrsfreiheit im gesamten Bereich der Europäischen Union. Voraussetzungen dafür seien ein europaweites Deponieverbot für unbehandelte Abfälle, europaweit einheitliche Umweltstandards und ein einheitlicher Vollzug. Auch auf nationaler Ebene mahnt der Verband eine Liberalisierung der Entsorgungswirtschaft an. Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz stelle durch die Einschränkung der gewerblichen Sammlung und die Schaffung eines neuen kommunalen Monopols auf werthaltige Abfälle die Weichen falsch, so Kurth.
Untersteller: Autarkieverordnung erhalten
10.11.2011 - Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) wirbt bei EU-Abgeordneten von CDU, SPD, FDP und Grünen für den Erhalt der Autarkieverordnung. Anlass ist die Beschwerde des BDE.
mehr - Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) wirbt bei EU-Abgeordneten von CDU, SPD, FDP und Grünen für den Erhalt der Autarkieverordnung. Anlass ist die Beschwerde des Bundesverbandes der deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE). Die EU-Kommission hatte Baden-Württemberg deshalb um eine Stellungnahme zur Beseitigungsautarkie für Siedlungsabfälle gebeten. In Frage stehe die Vereinbarkeit der sogenannten Autarkieverordnung mit dem Wettbewerbsrecht der EU, so der Minister.Nach der Autarkieverordnung muss der in Baden-Württemberg anfallende Siedlungsabfall auch in baden-württembergischen Abfallbeseitigungsanlagen verarbeitet werden. „Wir verhindern damit unsinnigen Mülltourismus durch die ganze Republik und wir sorgen dafür, dass unsere Beseitigungsanlagen ausgelastet sind: Sie arbeiten betriebswirtschaftlich, deshalb haben wir in Baden-Württemberg die bundesweit niedrigsten Müllgebühren“, warb Untersteller in Brüssel.Nach seinen Angaben soll die Beschwerde des BDE, der in der Autarkieverordnung einen Verstoß gegen die Warenverkehrsfreiheit sowie eine unzulässige staatliche Beihilfe für die Anlagenbetreiber im Land sieht, in absehbarer Zeit von den europäischen Wettbewerbshütern geprüft werden. Neben dem Wettbewerbsrecht zähle aber auch der ökologische Wert der Verordnung, die Übereinstimmung mit dem europäischen Umweltrecht sei nachgewiesen, so Untersteller dazu.Bei der Prüfung des baden-württembergischen Abfallrechts gehe es also auch um den Konflikt widerstreitender europäischer Rechtsvorschriften aus dem Umweltrecht auf der einen und dem Wettbewerbsrecht auf der anderen Seite. „Für uns ist klar, dass wir die ökologischen und ökonomischen Vorteile aus der Autarkieverordnung für die Abfallwirtschaft und die Menschen in Baden-Württemberg unbedingt erhalten wollen“, betonte Untersteller gegenüber den Europa-Parlamentariern in Brüssel. Natürlich sei Baden-Württemberg bereit, die Verordnung wenn nötig in einzelnen Punkten anzupassen und fortzuschreiben, aber aufgeben wolle man sie nicht.
Interseroh sieht sich erfolgreich behauptet
10.11.2011 - Die Interseroh SE sieht sich trotz eines schwierigen Marktumfeldes erfolgreich behauptet. Das erklärte die Alba-Tochter anlässlich der Vorlage der Zahlen für die ersten drei Quartale 2011.
mehr - Die Interseroh SE sieht sich trotz eines schwierigen Marktumfeldes erfolgreich behauptet. Das erklärte die Alba-Tochter anlässlich der Vorlage der Zahlen für die ersten drei Quartale 2011. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 33 Mio €. Bereinigt um Entkonsolidierungsgewinne stieg das EBT um 3,6 Mio auf 31,9 Mio €.Der konsolidierte Konzernumsatz kletterte von 1,449 Mrd € in den Monaten Januar bis September 2010 auf knapp 1,845 Mrd € in den ersten drei Quartalen 2011. Im dritten Quartal betrug das EBIT 14,3 Mio (3. Quartal 2010: 16,5 Mio €), das EBT 12,3 Mio € (Vergleichswert: 12,6 Mio €). Der Umsatzbeitrag von Juli bis September stieg konsolidiert auf 651 Mio € (Vergleichswert: 481,8 Mio €).Interseroh berichtet für das Segment Stahl- und Metallrecycling über verbesserte Margen, leichte Absatzsteigerungen und Preise über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Dagegen befänden sich die Geschäftsbereiche Dienstleistung und Rohstoffhandel in einem schwierigen Marktumfeld. Im Rohstoffhandel verzeichnete Interseroh geringere Arbitrageeffekte im Altpapierexport nach Asien. Im Segment Dienstleistung hatte Interseroh zu Beginn des 4. Quartals den Vertrag mit Lidl gekündigt. Dies bedeute allerdings nicht, dass Interseroh sich aus dem dualen System zurückziehe, so Interseroh-Chef Axel Schweitzer.
Quelle: Euwid