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Menge der in Hessen entsorgten Abfälle 2010 nahezu konstant bei 5,7 Mio Tonnen
03.01.2012 - In Hessen wurden im Jahr 2010 insgesamt über 5,7 Mio Tonnen Abfall entsorgt. Das geht aus der aktuellen Abfallbilanz des Landes hervor.
mehr - In Hessen wurden im Jahr 2010 insgesamt über 5,7 Mio Tonnen Abfall entsorgt. Das geht aus der aktuellen Abfallbilanz des Landes hervor. Davon stammten etwas mehr als 2,9 Mio Tonnen aus Haushalten und Kleingewerbe sowie über 2,8 Mio Tonnen aus Gewerbe und Industrie. Die Gesamtmenge aller entsorgten Abfälle ist gegenüber dem letzten Vergleichswert aus dem Jahr 2008 leicht um 40.000 Tonnen gesunken.Mit über 3,0 Mio Tonnen wurde der mit Abstand größte Teil der Abfälle stofflich verwertet. Weitere knapp gingen den Angaben zufolge 280.000 Tonnen gingen in die energetische Verwertung. Insgesamt lag die Verwertungsquote somit bei 57,5 Prozent, nachdem im Jahr 2008 noch 60,9 Prozent der Abfälle verwertet wurden. Gleichzeitig stiegen die im Rahmen der Beseitigung sowie die für die Zwischenlagerung abgelagerten Mengen jeweils um rund die Hälfte auf 300.000 bzw. fast 240.000 Tonnen an.
BDE: Konzessionsrichtlinie ungeeignet
23.12.2011 - Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft begrüßt zwar die Absicht der EU-Kommission, einen besseren Zugang für europäische Unternehmen zum Konzessionsmarkt zu schaffen
mehr - Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft begrüßt zwar die Absicht der EU-Kommission, einen besseren Zugang für europäische Unternehmen zum Konzessionsmarkt zu schaffen und den Ausbau öffentlich-privater Partnerschaften zu fördern. Die von Brüssel vorgeschlagene Richtlinie hält der BDE im Bereich der Entsorgungswirtschaft jedoch nicht für geeignet, dieses Ziel zu erreichen. Bereits seit Jahren stehen sowohl der BDE als auch die Industrie und öffentliche Auftraggeber der Idee einer gesamteuropäischen Konzessionsregelung ausgesprochen kritisch gegenüber. Angesichts der höchst unterschiedlichen Systeme zur Erbringung öffentlicher Dienstleistungen, die in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten angewandt werden, sei eine übergreifende europäische Regelung nur bedingt umsetzbar. Aus Sicht des BDE wäre allein eine schlanke Regelung der Veröffentlichungspflichten für Auftraggeber bei einer beabsichtigten Konzessionsvergabe sinnvoll und praktikabel gewesen. Diese hätte sich an den bestehenden Vorgaben für Baukonzessionen orientieren können. Mit der aktuell vorgeschlagenen Konzessionsrichtlinie werde EU-Kommission diesen Anforderungen jedoch nicht gerecht. BDE-Präsident Peter Kurth: „Die Kommission hat mit ihrem 53 Paragraphen und 13 Anhänge umfassenden Vorschlag nicht, wie angekündigt, eine schlanke Regelung, sondern einen unnötig komplexen Gesetzestext vorgelegt. Für den Bereich der Entsorgungswirtschaft ist zu bezweifeln, dass dieser Vorschlag in der Praxis von den öffentlichen Auftraggebern umgesetzt wird und tatsächlich dazu führt, dass mehr öffentliche Dienstleistungen an private Unternehmen ausgelagert oder in öffentlich-privater Kooperation erbracht werden." Besonders kritisch sieht der BDE die Idee der EU-Kommission, die Beziehungen öffentlicher Einrichtungen untereinander - wie schon im allgemeinen Vergaberecht - weitgehend vom Anwendungsbereich der Konzessionsregelung auszunehmen. Die Ausweitung von „In-House“-Vergaben und öffentlichen Kooperationsmöglichkeiten dürfte Konzessionsmodelle für die Kommunen geradezu überflüssig machen.
Mengen dualer Systeme auf kaum veränderten Niveau
21.12.2011 - Die ersten Meldungen der dualen Systeme für die Verpackungsentsorgung für das neue Jahr sind verhalten ausgefallen. Die Indikationsmeldungen
mehr - Die ersten Meldungen der dualen Systeme für die Verpackungsentsorgung für das neue Jahr sind verhalten ausgefallen. Die Indikationsmeldungen der neun Systembetreiberlagen für das 1. Quartal 2012 lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Nach den nicht testierten Zahlen der Clearingstelle werden im 1. Quartal 2012 etwa 285.000 Tonnen Leichtverpackungen (LVP) erwartet, an Glas sind es 493.400 Tonnen. Bei Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (PPK) dürften 218.552 Tonnen lizenziert werden. Die bis 15. Dezember gemeldete Prognose dient nur zur Orientierung und Mengenverteilung. Die Abrechungsbasis für die Entsorger mit den Systemen werden die Planmengen-Anteile für das 1. Quartal 2012 sein, die erst Ende Januar oder Anfang Februar vorliegen dürften. Die Mengen werden dann im Unterschied zu den Indikationsmeldungen von Wirtschaftsprüfern testiert sein. Bei LVP zeigt sich inzwischen die Verschiebung durch neu vergebene Aufträge. DSD führt bei LVP mit einem Marktanteil von 55,98 Prozent, vor BellandVision mit 15,03 Prozent, Dritter ist Redual mit 7,06 Prozent. Interseroh findet sich nach dem Verlust des Kunden Lidl mit einem LVP-Marktanteil von 6,97 Prozent nur noch auf dem vierten Platz.
RETech jetzt in privater Trägerschaft
21.12.2011 - Die Exportinitiative für Recycling- und Effizienztechnik (RETech) des Bundesumweltministeriums wird jetzt von einem privaten Verein getragen. In Bonn wurde hierzu der Verein "German RETech Partnership"
mehr - Die Exportinitiative für Recycling- und Effizienztechnik (RETech) des Bundesumweltministeriums wird jetzt von einem privaten Verein getragen. Vertreter von Unternehmen der Kreislaufwirtschaft sowie deutscher Hochschulen haben in Bonn hierzu den Verein "German RETech Partnership" gegründet und damit die bisherige RETech-Initiative des Bundesumweltministeriums in private Trägerschaft überführt, teilte das BMU mit. Der Verein wird sich in Fortführung der bisherigen Aktivitäten auf die Verbesserung der Exportchancen für Unternehmen der Entsorgungsbranche sowie die Förderung des Know-how-Transfers und des Technologieexports konzentrieren. Ziel sei, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern moderne Entsorgungsstrukturen zu stärken.
Mehr Verpackungsrecycling in Großbritannien zum Ziel
20.12.2011 - Großbritannien will ab 2013 höhere Recyclingziele für Verpackungen einführen. Dem Umweltministerium in London zufolge könnten mit den neuen Vorgaben bis 2017 rund 400.000 Tonnen weniger Verpackungsabfälle
mehr - Großbritannien will ab 2013 höhere Recyclingziele für Verpackungen einführen. Dem Umweltministerium in London zufolge könnten mit den neuen Vorgaben bis 2017 rund 400.000 Tonnen weniger Verpackungsabfälle deponiert werden. Daneben würde die Ressourcen-Effizienz erhöht. Die Mitte Dezember präsentierten Vorschläge des britischen Umweltministeriums sehen unter anderem vor, das Recyclingziel für Stahlverpackungen um einen Prozentpunkt pro Jahr anzuheben – von 71 Prozent im Jahr 2012 bis auf 76 Prozent im Jahr 2017. Die Recyclingvorgaben für Aluminium sollen jährlich um drei Prozentpunkte in die Höhe steigen (von 40 Prozent auf 55 Prozent). Noch kräftiger sollen die Recyclingquoten für Kunststoffverpackungen anziehen. Für das 2013 ist eine Recyclingquote von 32 Prozent vorgesehen, diese soll bis 2017 auf 57 Prozent steigen. Die Gesamt-Verwertungsquote für alle Verpackungsmaterialien soll im selben Zeitraum um 1 Prozentpunkt pro Jahr erhöht werden: von 74 Prozent auf 79 Prozent. 2010 lag in Großbritannien die Gesamt-Verwertungsquote bei 67,3 Prozent, die Recyclingquote erreichte im Schnitt 60,7 Prozent. Kunststoffverpackungen wurden nur zu 24,1 Prozent recycelt (knapp 0,6 Mio Tonnen von 2,48 Mio Tonnen des Aufkommens). Eine Anhörung zu den neuen Recycling-Zielen läuft bis zum 10. Februar. Eine endgültige Entscheidung soll im Laufe des Jahres 20212 fallen.
Stahlschrottpreise im Dezember noch einmal anzogen
19.12.2011 - Das Preisniveau für Stahlschrott hat im letzten Monat des Jahres noch einmal angezogen. Wie aus dem aktuellen Martkbericht des EUWID hervorgeht, haben vor allem der Norden und der Süden Deutschlands profitiert.
mehr - Das Preisniveau für Stahlschrott hat im letzten Monat des Jahres noch einmal angezogen. Wie aus dem aktuellen Martkbericht des EUWID hervorgeht, haben vor allem der Norden und der Süden Deutschlands profitiert, während sich die Konditionen im Westen im Vergleich zum Vormonat kaum verändert haben sollen. Im Süden war es die starke Nachfrage aus Italien und im Norden der Tiefseeexport, die für den Anstieg der Inlandspreise sorgten.
Vorerst kein Kompromiss zum Kreislaufwirtschaftsgesetz im Vermittlungsausschuss
14.12.2011 - Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat heute keinen Kompromiss zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz erreicht. Wie EUWID erfuhr, ist die Entscheidung vertagt worden.
mehr - Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat heute keinen Kompromiss zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz erreicht. Wie EUWID erfuhr, ist die Entscheidung vertagt worden. Der Ausschuss wird somit erst im nächsten Jahr wieder versuchen, eine Einigung um die strittige Frage der Gleichwertigkeitsprüfung herbeizuführen.Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz in der vom Bundestag beschlossenen Fassung sieht vor, dass eine gewerbliche Sammlung von werthaltigen Abfällen aus Haushalten immer dann zum Zuge kommt, wenn sie besser ist als das kommunale Angebot. Diese Regelung fand im Bundesrat jedoch keine Mehrheit.
Preise für Müllverbrennung entwickeln sich regional unterschiedlich
13.12.2011 - Der Entsorgungsmarkt für Siedlungsabfälle hat sich im Jahr 2011 regional unterschiedlich entwickelt. Das hat eine EUWID-Umfrage bei Betreibern von MVA und MBA ergeben.
mehr - Der Entsorgungsmarkt für Siedlungsabfälle hat sich im Jahr 2011 regional unterschiedlich entwickelt. Im Süden und Westen Deutschlands steigen die Spotmarktpreise leicht, im Norden und Osten fallen sie weiter.Das hat eine Marktumfrage ergeben, die EUWID in den vergangenen Wochen bundesweit bei Betreibern von Müllverbrennungsanlagen (MVA) und mechanisch-biologischen Behandlungsanlagen (MBA) durchgeführt hat. Der niedrigste Preis wurde demnach – wie in den Jahren zuvor – im Osten Deutschlands ermittelt: Gewerbeabfälle können hier bereits für 35 € die Tonne verbrannt werden.Insgesamt erwarten die Marktteilnehmer auf dem Spotmarkt in den kommenden Jahren kaum Bewegung. Größere Veränderungen sehen Anlagenbetreiber eher bei den Behandlungspreisen für überlassungspflichtige Abfälle der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Hier wird eine Vielzahl der Verträge um das Jahr 2015 auslaufen. Für die anstehenden Ausschreibungsrunden stellt sich die Branche auf massive Preisnachlässe ein.Den vollständigen Bericht zum „Entsorgungsmarkt für Siedlungsabfälle“ – inklusive aller Preisangaben – können Sie ab Mittwoch in EUWID 50/2011 lesen. Für Kunden unseres Online-Premiumangebots ist der Marktbericht auch online verfügbar.
Bis September insgesamt 91 Insolvenzen in der Entsorgungsbranche
09.12.2011 - In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres haben insgesamt 91 Betriebe aus der Entsorgungsbranche Insolvenz anmelden müssen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.
mehr - In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres haben insgesamt 91 Betriebe aus der Entsorgungsbranche Insolvenz anmelden müssen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Insolvenzen in der deutschen Entsorgungswirtschaft somit um neun gesunken. Von den in diesem Jahr betroffenen Unternehmen waren 76 in der Sammlung, Abfallbeseitigung und Rückgewinnung tätig. Vier Unternehmen wurden der Sparte Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstige Entsorgung zugeordnet. Elf Insolvenzverfahren gab es bis Ende September bei Abwasserentsorgern.Über die drei Bereiche hinweg waren in diesem Jahr bislang 474 Mitarbeiter betroffen. Die voraussichtlich offenen Forderungen betragen zusammen rund 87 Mio €.
VDM stellt Eckpunkte einer Rohstoffstrategie für Europa vor
05.12.2011 - Der Verband Deutscher Metallhändler hat Eckpunkte zu einer Rohstoffstrategie vorgelegt. Unter anderem fordert der VDM den Abbau von Handelshemmnissen sowie eine differenziertere Ausgestaltung des Abfallrechts.
mehr - Mehr politische und strategische Unterstützung für das Recycling, den Abbau von Handels- und Wettbewerbsverzerrungen sowie eine europaweite Harmonisierung der Umweltvorschriften – diese und andere Forderungen richtet der Verband Deutscher Metallhändler (VDM) an die Politik in einem heute veröffentlichten Eckpunktepapier für eine europäische Rohstoffstrategie.Damit bezieht der Verband Position zu der Anfang 2011 von der EU-Kommission vorgestellten Rohstoffstrategie sowie dem im Entwurf befindlichen Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess). In sechs Eckpunkten zeigt der VDM die wichtigsten Handlungsfelder für den Bereich der Nichteisen-Metalle auf. Unter anderem spricht sich der Verband für eine differenziertere Ausgestaltung des geltenden Abfallrechts aus. Ferner brauche es europaweit einheitliche Umweltvorschriften sowie eine politische Stärkung der Rohstoffpolitik.
Quelle: Euwid