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Kreislaufwirtschaftsgesetz: BDE erwartet Vertragsverletzungsverfahren - VKU weiter gelassen
31.05.2012 - Einen Tag vor Inkrafttreten des neuen KrWG zeigt sich BDE-Präsident Peter Kurth überzeugt, dass die EU-Kommission die zahlreichen Beschwerden gegen das Gesetz aufgreifen wird.
mehr - Einen Tag vor Inkrafttreten des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) zeigt sich der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Peter Kurth, überzeugt, dass die EU-Kommission die zahlreichen Beschwerden gegen das Gesetz aufgreifen wird.Die Kommission werde alle Beschwerden aus der Wirtschaft und dem Umweltbereich intensiv prüfen und am Ende die Bundesrepublik Deutschland über ein Vertragsverletzungsverfahren zu Korrekturen zwingen, hofft Kurth. Der Kommission würden bereits Beschwerden von fünf Wirtschafts- sowie sechs Umweltverbänden gegen das KrWG vorliegen, rechnet der BDE vor. Selten habe ein Gesetz bereits vor Inkrafttreten so viel Widerstand erfahren.Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) hält Bedenken, das neue Gesetz sei nicht mit europäischem Recht zu vereinbaren, hingegen nach wie vor für unbegründet. Die Bundesregierung habe in ihrer Protokollerklärung zum erzielten Vermittlungsergebnis die Europarechtskonformität ausdrücklich bestätigt. Das Recht auf kommunale Selbstverwaltung sei zudem nicht nur im Grundgesetz, sondern mit dem Vertrag von Lissabon auch im Europarecht festgeschrieben, betont der VKU.
EVN-Umweltsparte mit geringerem Umsatz und Ergebnis im ersten Geschäftshalbjahr
31.05.2012 - Die Energieversorgung Niederösterreich AG (EVN) hat mit ihrem Geschäftsfeld Umwelt im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich weniger verdient als im Vorjahr.
mehr - Die Energieversorgung Niederösterreich AG (EVN) hat mit ihrem Geschäftsfeld Umwelt im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Wie die Landestochtergesellschaft heute mitteilte, lag der Segmentumsatz zwischen Oktober und März mit 167,4 Mio € knapp 2,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.Grund für den Rückgang seien vor allem stichtagsbedingte Projektabrechnungen sowie geringere Erlöse der Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr. Das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs Umwelt verringerte sich um 11,9 Prozent auf 17,2 Mio €. Demgegenüber konnte das EBIT im Segment Erzeugung von 5,5 auf 13,1 Mio € mehr als verdoppelt werden, und das trotz einer außerordentlichen Abschreibung der Biomasse-Versuchsanlage Dürnrohr in Höhe von 8,0 Mio €.
Altpapierverbrauch und Papierproduktion um gut 1,5 Prozent gesunken
30.05.2012 - Die Produktion von Papier, Pappe und Karton ist in den ersten vier Monaten des Jahres um 1,6 Prozent auf 7,527 Mio Tonnen zurückgegangen. Die Vorjahresproduktion hatte bei 7,653 Mio Tonnen gelegen.
mehr - Die Produktion von Papier, Pappe und Karton ist in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres um 1,6 Prozent auf 7,527 Mio Tonnen zurückgegangen. Die Vorjahresproduktion hatte bei 7,653 Mio Tonnen gelegen. Wie der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) weiter berichtet, bewegte sich der Rückgang beim Altpapierverbrauch mit 1,7 Prozent in der gleichen Größenordnung.In absoluten Zahlen verminderte er sich von 5,415 Mio Tonnen auf 5,325 Mio Tonnen. Der Rückgang der Papierproduktion ist ausschließlich auf den Bereich der grafischen Papiere zurückzuführen. Er belief sich auf 6,6 Prozent, während bei Verpackungspapieren und Hygienepapieren Zuwächse von 2,9 Prozent bzw. 2,1 Prozent zu verzeichnen waren.
Angeblich noch vier Bieter im Rennen um Eon Energy from Waste
23.05.2012 - Angeblich sind noch vier Anbieter im Rennen um den Kauf der Eon-Tochter Eon Energy from Waste (EEW). Als Favoriten gelten die US-Bank Morgan Stanley und der schwedische Finanzinvestor EQT.
mehr - Angeblich sind noch vier Anbieter im Rennen um den Kauf der Eon-Tochter Eon Energy from Waste (EEW). Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf „mit der Angelegenheit vertraute Personen“ berichtet, gelten derzeit der Infrastrukturfonds der US-Bank Morgan Stanley (Morgan Stanley Infrastructure) und der schwedische Finanzinvestor EQT als die Favoriten. Auch der internationale Schiffsbauer sowie Energie- und Wasserversorger Sembcorp Industries Ltd aus Singapur soll noch dabei sein, genauso wie der Mannheimer Energieversorger MVV, der jedoch nur an Teilen der EEW interessiert sei. Der Entsorger Remondis und der teils US-amerikanische, teils schweizerische Anlagenbauer Foster Wheeler sollen hingegen ausgeschieden sein.Unterdessen wird sich Eon vermutlich mit deutlich geringeren Verkaufserlösen für die Müllverbrennungssparte zufrieden geben müssen als ursprünglich gehofft. Aus Bankenkreisen war im April durchgesickert, dass die noch nicht bindenden Offerten bei 1,2 bis 1,5 Mrd € gelegen haben sollen. Nun sprechen die von Reuters zitierten Quellen davon, dass die Gebote vermutlich nicht über die Summe von 800 Mio bis eine Mrd € hinausgehen werden.
Vollzugshinweise zum Kreislaufwirtschaftsgesetz
23.05.2012 - Für die mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz geänderten Rahmenbedingungen für Beförderer, Sammler, Händler und Makler von Abfällen sind Vollzughinweise herausgegeben worden.
mehr - Für die mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz geänderten Rahmenbedingungen für Beförderer, Sammler, Händler und Makler von Abfällen sind Vollzughinweise herausgegeben worden. Die Hinweise wurden von einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe erarbeitet und abgestimmt.Mit dem neuen Gesetz ergeben sich ab Juni zum Teil neue Anzeige- und Erlaubnispflichten für Beförderer, Sammler, Händler und Makler von Abfällen und neue Begrifflichkeiten. Umfangreiche Auskünfte und Dokumente sind auf der Homepage der Zentralen Koordinierungsstelle der Länder (www.ZKS-Abfall.de) zu finden.
Stahlschrottpreise fallen im Mai
22.05.2012 - Die Preise für Stahlschrott sind auf dem deutschen Markt im Mai um rund 10 € pro Tonne gefallen. Die Abschläge für Neuschrotte sollen allerdings teilweise etwas geringer ausgefallen sein.
mehr - Die Preise für Stahlschrott sind auf dem deutschen Markt im Mai um rund 10 € pro Tonne gefallen. Die Abschläge für Neuschrotte sollen allerdings teilweise etwas geringer ausgefallen sein. Das geht aus dem neuesten EUWID-Marktbericht hervor.Die fallenden Schrottpreise resultieren nicht zuletzt auf dem schwierigen Produktmarkt der Stahlwerke mit einem deutlichen Druck auf die Preise. Völlig desolat soll die Marktlage bei den Baustahlherstellern sein, wo die Erlöse den Angaben zufolge ganz und gar unauskömmlich seien.Dass es im laufenden Monat nicht zu einer deutlicheren Preiskorrektur gekommen ist, führte ein Marktteilnehmer auch auf die geringen, aber immerhin erfolgten Einkäufe der Türkei zurück. Ohne sie sähe die Lage deutlich schlechter aus. Zuletzt kam von dort jedoch keine Nachfrage mehr. Auch Italien soll kaum Mengen abnehmen.Den vollständigen Marktbericht für Stahlschrott inklusive Preisspiegel erhalten Sie in EUWID 21/2012. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen die Informationen im Märkte-Bereich auch online zur Verfügung.
Altpapierpreise vorerst stabil
21.05.2012 - Die Preise auf dem deutschen Altpapiermarkt haben sich im Vergleich zum Monatsbeginn nicht verändert. Für den kommenden Monat wird jedoch eine weitere Preissenkung bei den Massensorten erwartet.
mehr - Die Preise auf dem deutschen Altpapiermarkt haben sich im Vergleich zum Monatsbeginn nicht verändert. Für den kommenden Monat wird jedoch eine weitere Preissenkung bei den Massensorten erwartet. Das geht aus dem neuesten EUWID-Marktbericht hervor.Der noch immer nicht wieder angelaufene Export nach Fernost hat mittlerweile zu einem starken Angebotsüberhang insbesondere bei Kaufhausaltpapier geführt. Darüber hinaus dränge Material aus den deutschen Nachbarländern, vor allem aus den Niederlanden und Frankreich, die vor dem gleichen Problem stehen, auf den deutschen Markt, wodurch das Überangebot noch verstärkt werde.Angesichts dieses Szenarios rechnen EUWID-Gesprächspartner für den kommenden Monat mit einer weiteren Preissenkung bei den Massensorten, wobei Mischpapier nach wie vor nicht so stark betroffen sei soll wie Kaufhausaltpapier.Der komplette Marktbericht für Altpapier in Deutschland erscheint am Mittwoch in EUWID 21/2012. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen die Informationen bereits ab heute Mittag im Märkte-Bereich auch online zur Verfügung.
Puralube soll Fördermittel für dritte Raffinierie in Zeitz erhalten
18.05.2012 - Puralube will in Zeitz seine dritte Altöl-Raffinerie bauen. Bei einer USA-Reise sicherte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff dem Mutterunternehmen Landeshilfen bei der Investition zu.
mehr - Die Firma Puralube will in Zeitz ihre dritte Raffinerie für Altöl bauen. Bei einer USA-Reise sicherte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bei der US-Mutter Puralube Inc die Unterstützung des Landes bei der Investition zu. Puralube gilt als der weltweit drittgrößte Recycler von Altöl.Geplant sei eine Raffinerieanlage in Verbindung mit mehr Forschung und Entwicklung, sagte Haseloff. In die veränderte Technologie sollten bis 2014 etwa 54 Mio € investiert werden. Es sollen 30 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Inbetriebnahme der dritten Anlage ist für das Jahr 2014 geplant. Dann solle eine Verarbeitungskapazität von 240.000 Tonnen Altöl pro Jahr und eine Herstellungskapazität von 150.000 Tonnen Basisöl zur Verfügung stehen.Maßgeblich basiere diese Investitionsentscheidung auf der übergroßen Nachfrage nach Puralube "pur-Basisölen". Die Versorgung der Anlage werde durch das Tochterunternehmen Baufeld-Oel GmbH aus nationalen und internationalen Quellen erfolgen, informierte das Unternehmen. Am Standort im Industriepark Zeitz werde zusätzlich ein technisches Kompetenzzentrum für Basisöle entstehen.
BDE und VKU gegen Aktionismus beim Wertstoffgesetz
16.05.2012 - Das geplante Wertstoffgesetz soll nach dem Willen des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vorerst nicht kommen.
mehr - Das geplante Wertstoffgesetz soll nach dem Willen des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vorerst nicht kommen. Zumindest darin sind sich die beiden Verbände einig. In wessen Händen die Wertstofferfassung in Zukunft liegen soll, bleibt indes zwischen privater und kommunaler Entsorgungswirtschaft umstritten.Der BDE teilt die Einschätzung des VKU, dass in die Vorbereitungen des von der Politik geplanten künftigen Wertstoffgesetzes kein Aktionismus Einzug halten dürfe. Zunächst sollten die derzeit laufenden und bereits realisierten Pilotprojekte sehr sorgfältig analysiert und mögliche Schwachpunkte identifiziert werden. „Hier haben wir Konsens mit dem VKU“, sagte BDE-Präsident Peter Kurth.Einen umfangreichen Bericht zu diesem Thema können Sie in EUWID 20/2012 nachlesen. Die aktuelle Ausgabe ist auch als E-Paper erhältlich und enthält unter anderem auch einen Rückblick auf die IFAT Entsorga sowie einen Bericht zur aktuellen Diskussion um das BDE-Zertifikat für die Dualen Systeme.
"Interseroh-Gruppe im ersten Quartal gut behauptet"
16.05.2012 - Die Interseroh SE, Köln, hat im ersten Quartal 2012 auf Ebene der Gruppe ihr Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von gut 6,9 Mio € im ersten Quartal 2011 auf 7,3 Mio Euro erhöht. Das EBIT ging hingegen zurück.
mehr - Die Interseroh SE, Köln, hat im ersten Quartal 2012 auf Ebene der Gruppe ihr Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von gut 6,9 Mio € im ersten Quartal 2011 auf 7,3 Mio Euro erhöht. Das Ergebnis vor Ergebnisanteilen an assoziierten Unternehmen, Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) ging hingegen gegenüber 2011 um rund 400.000 € auf 9,7 Mio € zurück, teilte das Unternehmen mit.Der konsolidierte Konzernumsatz der Gruppe sank im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 561,5 Mio € auf 553,3 Mio €. „Die Interseroh-Gruppe hat sich im ersten Quartal 2012 gut behauptet,“ so Vorstandschef Axel Schweitzer. „Beispielsweise ist es uns gelungen, die gehandelten Mengen im Bereich der FE-Metalle zu erhöhen, obwohl die Rohstahlproduktion in Deutschland fünf Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert lag. Auch die Tonnage der NE-Metalle wuchs. Die Bereinigung des Vertragsportfolios um renditeschwache Kunden im Verkaufsverpackungsrecycling hat zu einem Ergebnisplus im Segment Dienstleistung geführt.“
Quelle: Euwid