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Weltweites Siedlungsabfallaufkommen verdoppelt sich bis 2025 auf 2,6 Mrd Tonnen im Jahr
25.07.2012 - Das weltweite Aufkommen an Siedlungsabfällen wird sich bis zum Jahr 2025 auf 2,6 Mrd Tonnen jährlich verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Worldwatch Institute in Washington.
mehr - Das weltweite Aufkommen an Haushaltsabfällen wird sich bis zum Jahr 2025 auf 2,6 Mrd Tonnen jährlich verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Worldwatch Institute in Washington. Ursächlich dafür seien in erster Linie der wachsende Wohlstand sowie die zunehmende Urbanisierung.Aktuell werde nur rund ein Viertel des anfallenden Siedlungsmülls recycelt, kompostiert oder in die Vergärung gegeben, heißt es. Vor allem in den Industrieländern konnten jedoch in den vergangenen Jahren deutliche Zuwächse bei den Recyclingquoten verzeichnet werden.Den höchsten Wert bei der Generierung fester hausmüllähnlicher Abfälle weisen die USA mit 621.000 Tonnen am Tag auf. Mit 100.000 Tonnen weniger folgt an zweiter Stelle schon China. Frankreich auf Rang 10 bei der Generierung von Siedlungsabfällen weise hingegen nur ein Siebtel der US-Menge auf, so Worldwatch weiter.
Für August wird mit unveränderten Altpapierpreisen gerechnet
23.07.2012 - Bei den zum Monatsbeginn für den deutschen Altpapier-Markt ermittelten Preisen hat sich zuletzt wenig bewegt. Ersten Rückgängen beim Sammelaufkommen steht eine teilweise verminderte Nachfrage entgegen.
mehr - Bei den zum Monatsbeginn für den deutschen Altpapier-Markt ermittelten Preisen hat sich zuletzt wenig bewegt. Die mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg mittlerweile in allen Bundesländern begonnenen Sommerferien haben bereits regional für erste Rückgänge im Sammelaufkommen gesorgt. Allerdings liegen auch viele Papierfabriken mit Altpapier voll und nehmen dementsprechend nur reduziert Mengen ab, heißt es im aktuellen EUWID-Marktbericht.Im Massensortenbereich standen im Juli vor allem die Preise für Kaufhausaltpapier unter Druck, die Nachfrage nach dieser Sorte sei stark eingeschränkt gewesen, berichten Branchenkenner. Ausgeglichener präsentierte sich hingegen der Bereich Mischpapier, dennoch kam es auch hier zu Preiskorrekturen nach unten. An den zu Monatsbeginn ermittelten Preisen hat sich jedoch keine Veränderung mehr ergeben.Für August hofft das Gros der EUWID-Gesprächspartner aus dem Anbieterbereich auf eine Seitwärtsbewegung der Inlandspreise. Allerdings gibt es auch Stimmen, die insbesondere für Kaufhausaltpapier weitere Preiskorrekturen nicht ausschließen.Den vollständigen Bericht zum deutschen Altpapiermarkt inklusive des Preisspiegels erhalten Sie in EUWID 30/2012. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen die Informationen bereits online zur Verfügung.
Wertstoffgesetz: SPD für kommunale Zuständigkeit
20.07.2012 - Auf das von Bundesumweltminister Altmaier vorgelegte Thesenpapier für die Wertstofftonne reagiert die Politik unterschiedlich. Die SPD-Fraktion erneuerte ihre Forderung nach einer kommunalen Zuständigkeit.
mehr - Auf das von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) vorgelegte Thesenpapier für die Wertstofftonne reagiert die Politik im Bund unterschiedlich. Die SPD-Fraktion erneuerte ihre Forderung nach einer kommunalen Zuständigkeit für die künftige Wertstofftonne. Die FDP hofft indes darauf, dass sich „die Bundesratsmehrheit mitsamt der kommunalen Lobby einer sachlichen Gesprächsebene nicht verwehrt.“ Nur dann habe das Wertstoffgesetz eine Chance, sagte FDP-Umweltpolitiker Horst Meierhofer.Die FDP sei mit dem Bundesumweltminister inhaltlich auf einer Wellenlänge. Für die einheitliche Wertstofftonne seien wettbewerbliche Strukturen das geeignete Referenzsystem. Gerd Bollmann von der SPD begrüßte zwar das Prinzip der Produktverantwortung bei gleichzeitiger Beachtung lokaler Gegebenheiten. „Für uns muss aber in einem künftigen Wertstoffgesetz die kommunale Zuständigkeit für die Wertstofftonne verankert werden.“ Der SPD-Umweltpolitiker warnte davor, dass Produktverantwortung und Wettbewerb die Hintertür für eine weitere Privatisierung der Hausmüllentsorgung zu Lasten von Kommunen und Verbrauchern werden.
VKU: Projekt Wertstofferfassung planvoll angehen
19.07.2012 - Der VKU begrüßt zwar die Absicht der Regierung, die Wertstofferfassung und insbesondere die Verpackungsentsorgung zu reformieren, plädiert gleichzeitig aber für eine planvolle Herangehensweise.
mehr - Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt zwar die Absicht der Regierung, die Wertstofferfassung und insbesondere die Verpackungsentsorgung in Deutschland zu reformieren. „Eine Reform der Verpackungsentsorgung ist unbedingt notwendig, aber angesichts der Komplexität des jetzigen Systems ein ehrgeiziges Projekt, das planvoll angegangen werden sollte“, sagte VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp zum Thesenpapier des Bundesumweltministers für ein Wertstoffgesetz.Das derzeitige System der Verpackungsentsorgung sei intransparent, nicht steuerbar, zu teuer und schaffe kaum Anreize für die Vermeidung und ein hochwertiges Recycling von Verpackungsabfällen. Das mit der Verpackungsverordnung verfolgte Ziel – die Implementierung eines sich selbst regulierenden Systems – wurde verfehlt“, so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck.„Es wird die Herausforderung der kommenden Zeit sein, ein bürgerfreundliches Sammelsystem zu etablieren und dieses in Einklang mit den Recyclingzielen zu bringen. Die Kommunen stehen dazu bereit. Sie bieten den Bürgern ein kommunales System aus einer Hand mit einem Ansprechpartner“, so Hasenkamp.
Überangebot bei Sägerestholz leicht abgeschwächt
18.07.2012 - Das Überangebot auf den deutschen Sägerestholzmärkten, das sich im ersten Halbjahr aufgebaut hatte, konnte bis zur Jahresmitte zwar zum Teil wieder leicht abgebaut werden.
mehr - Das Überangebot auf den deutschen Sägerestholzmärkten, das sich im ersten Halbjahr aufgebaut hatte, konnte bis zur Jahresmitte zwar zum Teil wieder leicht abgebaut werden. In verschiedenen Regionen Deutschlands besteht allerdings nach wie vor noch kein ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage, heißt es im aktuellen Marktbericht des EUWID. Insbesondere auf den Märkten für MDF-/Zellstoffhackschnitzel wird auch noch zu Beginn des dritten Quartals in einigen Regionen von einem anhaltenden Druck auf die Preise berichtet. Angesichts hoher Rohstofflagerbestände mussten Abnehmer die Hackschnitzelanfuhr zum Teil begrenzen, in einzelnen Fällen ist es auch zu Kontingentierungen gekommen. Demgegenüber scheint sich die Situation auf den Sägespanmärkten im Verlauf der vergangenen sechs Wochen in verschiedenen Regionen Deutschlands wieder etwas stabilisiert zu haben. Bestehende Spänelager konnten im Zuge einer anziehenden Nachfrage schrittweise abgebaut werden.Den vollständigen Bericht zum Markt für Sägerestholz - inklusive des Preisspiegels - erhalten Sie in EUWID 29/2012. Kunden unseres Premium-Angebots können die Informationen auch online einsehen.
TSR übernimmt restliche Anteile an HKS
17.07.2012 - Tata Steel verkauft seinen 50-Prozent-Anteil am niederländischen Schrotthändler HKS Scrap Metals an die Euro Scrap Alliance (ESA), ein Tochterunternehmen der deutschen TSR-Gruppe.
mehr - Tata Steel verkauft seinen 50-Prozent-Anteil am niederländischen Schrotthändler HKS Scrap Metals an die Euro Scrap Alliance (ESA). Das Tochterunternehmen der deutschen TSR-Gruppe – erwirbt den Anteil für eine nicht genannte Summe. ESA hält bereits die anderen 50 Prozent an HKS und wird damit alleiniger Eigentümer.HKS erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund € 400 Mio € und beschäftigt 180 Mitarbeiter an sechs Standorten in den Niederlanden. Der Verkauf ist nach Aussagen von Tata Steel Teil der Strategie sich auf die Kernaktivitäten zu besinnen. TSR kommentierte die Übernahme als einen weiteren Schritt, die Position der Gruppe strategisch und operativ nachhaltig zu stärken. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die EU-Kommission.
Deutsche Zementindustrie setzt verstärkt auf alternative Brennstoffe
13.07.2012 - Der Einsatz von Sekundärbrennstoffen in Deutschen Zementwerken ist im Jahr 2011 weiter gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ) hervor.
mehr - Der Einsatz von Sekundärbrennstoffen in Deutschen Zementwerken ist im Jahr 2011 weiter gestiegen. Wie der Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) in seinem aktuellen Jahresbericht mitteilt, lag der Sekundärbrennstoffverbrauch 2011 bei 57,8 Mio GJ, verglichen mit 53,7 bzw. 51,5 Mio GJ in den beiden vorangegangenen Jahren.Der Anteil alternativer Brennstoffe wie etwa Kunststoffabfälle, Altreifen und Altöl an der gesamten Energieerzeugung lag branchenweit wie bereits im Jahr 2010 bei 61 Prozent – das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2000.
Abfallende für Glas kommt, für Papier und Kupfer vorerst nicht
12.07.2012 - Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten haben mehrheitlich dem Entwurf der Abfallende-Verordnung für Glas zugestimmt. Der Kommissionsentwurf wird nun an das Europäische Parlament übermittelt.
mehr - Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten haben mehrheitlich dem Entwurf der Abfallende-Verordnung für Glas zugestimmt. Der Kommissionsentwurf wird nun an das Europäische Parlament übermittelt. Die beiden Entwürfe für das Abfallende von Kupfer und Papier fanden hingegen im Ausschusses für die Anpassung des Abfallrechts an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt keine Mehrheit.Bei Kupfer seien einige Vertreter der Mitgliedstaaten im Vorfeld der Ansicht gewesen, dass der 2-Prozent-Grenzwert für Fremdstoffe zu streng sei. Bei Papier dreht sich der Streit um Getränkekartons, weil diese bis zu einem Viertel andere Materialien wie Plastik und Aluminium enthalten.
Zahlreiche MVA brauchen Nachrüstungen wegen neuer 17. BImSchV
11.07.2012 - Zahlreiche Abfallverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoff-Kraftwerke müssen nachgerüstet werden, sollte die 17. BImSchV wie geplant verschärft werden.
mehr - Zahlreiche Abfallverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoff-Kraftwerke müssen nachgerüstet werden, sollte die 17. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (BImSchV) wie geplant verschärft werden. Nach Angaben der Bundesregierung sind insgesamt 39 Anlagen betroffen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerd Bollmann hatte das Bundesregierung gefragt, wie viele private Müllverbrennungsanlagen und EBS-Kraftwerke und wie viele kommunale Anlagen in Folge einer Novelle der 17. BImSchV nachgerüstet werden müssten. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser (CDU), antwortete daraufhin, dass bei 25 von 56 in Deutschland betriebenen privaten Abfallverbrennungsanlagen "technische Nachrüstungen zur Einhaltung der Emissionsanforderungen erforderlich" seien. Bei den 44 Müllverbrennungsanlagen mit kommunaler Beteiligung - 15 Anlagen sind rein kommunal, 29 Anlagen werden unter Beteiligung Privater betrieben - ist der Nachrüstbedarf absolut wie relativ etwas geringer: Hier müssen 14 Anlagen nachgerüstet werden, um die Emissionsanforderungen zukünftig einzuhalten.
Bahn, Telekom, RWE und Metallhändler wehren sich gemeinsam gegen Metalldiebstähle
10.07.2012 - Die deutsche Wirtschaft sagt den Metalldieben den Kampf an. Mit einer Sicherheitspartnerschaft wollen Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, RWE und der VDM künftig gemeinsam gegen die Diebstähle vorgehen.
mehr - Die deutsche Wirtschaft sagt den Metalldieben den Kampf an. MMit einer Sicherheitspartnerschaft wollen Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, RWE und der Verband Deutscher Metallhändler (VDM) künftig gemeinsam gegen die Diebstähle vorgehen. Das teilten die Beteiligten mit.„Mit vereinten Kräften gehen wir ab sofort noch stärker gegen Buntmetalldiebe vor. Unser Ziel ist es, den Rohstoffdiebstahl vom Ort des Geschehens bis in die Absatzkette hinein einzudämmen“, erklärte Gerd Neubeck, Leiter Konzernsicherheit der Deutschen Bahn, in Berlin.Kernstück der Zusammenarbeit in der Sicherheitspartnerschaft sei ein neues elektronisches Frühwarnsystem. Die Mitglieder sollen darüber gemeinsam Informationen aus Metalldiebstählen sammeln und diese untereinander austauschen. Zusätzlich sollen die im VDM organisierten Unternehmen informiert und so der Absatz des gestohlenen Materials erschwert werden.Allein die Schäden der beteiligten Infrastrukturunternehmen hätten sich im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt. So sei 2010 noch ein Schadenssumme von 11 Mio € verzeichent worden, 2011 waren es schon rund 20 Mio €. Hinzu kämen Image- und Folgeschäden wie Zugverspätungen, ausgefallene Telefon- und Datenleitungen oder Engpässe bei der Stromlieferung, heißt es weiter.
Quelle: Euwid