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Duale Systeme haben im ersten Quartal weniger Mengen unter Vertrag
31.01.2013 - Die Mengenmeldungen der Dualen Systeme für das 1. Quartal 2013 sind nochmals schwächer ausgefallen.
mehr - Die Mengenmeldungen der Dualen Systeme für das 1. Quartal 2013 sind nochmals schwächer ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind 54.000 Tonnen weniger Leichtverpackungen, Glas und PPK bei den zehn Systembetreibern unter Vertrag. Auch gegenüber der Prognose von Dezember sanken die Tonnagen.Demgegenüber scheint die Eigenrücknahme wieder zuzulegen. Jene Mengen, die nicht zur Finanzierung der haushaltsnahen Wertstoffentsorgung beitragen, stiegen bei LVP um 6.000 auf über 22.000 Tonnen und bei Glas von rund 5.600 auf über 13.600 Tonnen an.
Biogas: Anlagenbau eingebrochen
31.01.2013 - Der Bau von neuen Biogasanlagen ist im letzten Jahr nahezu zusammengebrochen, sagte Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbands Biogas auf der Terratec in Leipzig.
mehr - Der Bau von neuen Biogasanlagen ist im letzten Jahr nahezu zusammengebrochen, sagte Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbands Biogas auf der Terratec in Leipzig. Seien 2009 bis 2011 jährlich rund 1.000 neue Biogasanlagen ans Netz gegangen, waren es im letzten Jahre wengier als 300. Das Repowering bestehender Anlagen könne diese Lücke nicht schließen, und das Auslandsgeschäft kompensiere nur einen Teil des Umsatzeinbruchs, so Pellmeyer. Gründe für den starken Rückgang seien unter anderem hohe Substratpreise, die verschlechterten Bedingungen des EEG sowie Akzeptanzprobleme.
Regelungen zur gewerblichen Sammlung auf dem Prüfstand
30.01.2013 - Das Bundesumweltministerium hat Verbände und die zuständigen Abfallbehörden der Bundesländer in Sachen Kreislaufwirtschaftsgesetz angeschrieben.
mehr - Das Bundesumweltministerium (BMU) hat Verbände und die zuständigen Abfallbehörden der Bundesländer in Sachen Kreislaufwirtschaftsgesetz angeschrieben.Anlass ist die Protokollerklärung der Bundesregierung zu gewerblichen Sammlungen im Vermittlungsverfahren.Die Regierung hatte darin zugesagt, die Regelungen zur gewerblichen Sammlung, die eine EU-rechtlich gebotene Stärkung des Wettbewerbs und eine Verbesserung der Qualität und Quantität des Recyclings bezwecken sollen, binnen eines Jahres zu prüfen. Sollten diese Ziele nicht gestärkt werden, würden unverzüglich die gesetzlichen Maßnahmen zur Zielerreichung eingeleitet, sagte die Regierung in der Erklärung zugleich zu.Deshalb will das BMU bis zum 1. März auch die Einschätzung der Verbände und der Bundesländer erfahren. Falls es Probleme durch die Neuregelung gebe, sollen die Verbände auch Fakten liefern. BMU-Abteilungsleiter Helge Wendenburg schrieb dazu unter anderem, dass sich der Begriff „Wettbewerb“ nicht nur auf den „Wettbewerb“ zwischen öffentlicher und privater Entsorgungswirtschaft beschränkt, sondern auch auf den Wettbewerb der privaten Entsorgungsunternehmen untereinander erstreckt.
Abfalltransporte: Handwerk will Ausnahmen von Anzeigepflichten
29.01.2013 - Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner fordert eine klarstellende Regelung, nach der Handwerksbetriebe weder unter die Erlaubnis- noch unter eine Anzeigepflicht bei Abfalltransporten fallen.
mehr - Niedersachsens noch amtierender Umweltminister Stefan Birkner (FDP) fordert eine klarstellende Regelung, nach der Handwerksbetriebe weder unter die Erlaubnis- noch unter eine Anzeigepflicht bei Abfalltransporten fallen. Ab Mitte 2014 müssen Handwerker, wenn sie Abfälle etwa von der Baustelle mitnehmen, dies ihrer Abfallbehörde anzeigen und unter Umständen ihre Zuverlässigkeit und Fachkunde nachweisen.In einem Brief an Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), drängte Birkner auf eine „pragmatische Lösung“. Die im Kreislaufwirtschaftsgesetz aufgenommene Anzeigepflicht beruht auf einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) aus dem Jahr 2005.Birkner zufolge könnten in Niedersachsen von dieser Regelung - neben den Sammlern, Beförderern und Händlern von nicht gefährlichem Abfall - auch mehrere Zehntausend Handwerksbetriebe betroffen sein, die zuweilen kleinere Abfallmengen transportieren. Auch für die Behörden sei damit ein großer Aufwand verbunden
Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema erhalten Sie in EUWID 5/2013. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich in der Titelgeschichte zudem mit einem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf zur Untersagung einer gewerblichen Sammlung und ist auch als E-Paper erhältlich.
Wenig Bewegung auf Altpapiermarkt in Italien
29.01.2013 - Der Januar zeigte sich auf dem italienischen Altpapiermarkt als relativ ruhiger Monat mit wenig Bewegung. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des EUWID hervor.
mehr - Der Januar zeigte sich auf dem italienischen Altpapiermarkt als relativ ruhiger Monat mit wenig Bewegung. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des EUWID hervor.Die Binnennachfrage nach Altpapier wude von den befragten Akteuren als konstant und für die Umstände als relativ gut bezeichnet, getrübt freilich durch die Feststellung, dass sich die chronisch schwache Auftragslage der italienischen Papierhersteller auch im Januar keinesfalls nachhaltig verbessert habe und diese den Händlern weiterhin nur begrenzte Mengen an Altpapier hätten abnehmen können. Demgegenüber blieb auch das Altpapieraufkommen niedrig, sodass sich der Markt im Januar insgesamt ausgeglichen präsentierte.Den vollständigen Bericht zum italienischen Altpapiermarkt inklusive des Preisspiegels erhalten Sie am Mittwoch in EUWID 5/2013. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen die Informationen bereits ab Dienstagmittag online zur Verfügung.
Alttextilien: Originalware weiterhin sehr knapp
28.01.2013 - Originalsammelware war knapp, ist knapp und wird nach Lage der Dinge auch knapp bleiben. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht für Alttextilien des EUWID hervor.
mehr - Originalsammelware war knapp, ist knapp und wird nach Lage der Dinge auch knapp bleiben. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht für Alttextilien des EUWID hervor.Erst wenn der Absatz bei sortierter Bekleidung Anzeichen von Schwäche zeige, werde der Run auf Originalsammelware nachlassen, ist man sich in der Branche weitgehend einig. Vor diesem Hintergrund könnte 2013 zum interessantesten der letzten Jahre werden, erklärte ein Marktkenner, unter anderem wegen des forcierten Einstiegs der Kommunen in die Altkleidersammlung.Der komplette Marktbericht für Alttextilien erscheint am Mittwoch in EUWID 05/2013. Kunden unseres Premium-Angebots können den Bericht bereits jetzt schon hier lesen.
EU-Kommission geht gegen Mitgliedstaaten vor
25.01.2013 - Die Europäische Kommission hat wegen Mängeln bei der Umsetzung des Abfallrechts der Gemeinschaft gegen Spanien, Finnland und die Slowakei die zweite Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens eröffnet.
mehr - Die Europäische Kommission hat wegen Mängeln bei der Umsetzung des Abfallrechts der Gemeinschaft gegen Spanien, Finnland und die Slowakei die zweite Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens eröffnet. Die Mitgliedstaaten werden eine mit Gründen versehene Stellungnahme erhalten, kündigte die Brüsseler Behörde am Donnerstag an. Von Spanien fordert die Europäische Kommission, die Bestimmungen der Deponierichtlinie über Altanlagen vollständig umzusetzen und alle Deponien zu schließen oder nachzurüsten, die die Anforderungen der Richtlinie nicht erfüllen. In Finnland steht die Umsetzung der Richtlinie über Bergbauabfälle in innerstaatliches Recht noch aus, während sich das Verfahren gegen die Slowakische Republik auf die Batterierichtlinie bezieht. Falls die Mitgliedstaaten die Mängel nicht innerhalb einer Frist von zwei Monaten ausräumen, droht ihnen als nächster und letzter Schritt ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof.
Deutschland verbrennt mehr Abfall
24.01.2013 - In Deutschland wurden im Jahr 2011 insgesamt 44,0 Mio Tonnen Abfall in Feuerungsanlagen und thermischen Abfallbehandlungsanlagen verbrannt. Das waren 2,3 Mio Tonnen mehr als noch ein Jahr zuvor.
mehr - Die energetische Verwertung von Abfällen in Feuerungsanlagen wie Biomasse- und EBS-Kraftwerken gewinnt weiter an Bedeutung. 2011 erhöhte sich der Input auf 19,7 Mio Tonnen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren es im Vorjahr 17,4 Mio Tonnen, 2009 lediglich 14,9 Mio Tonnen.Damit hat sich die Menge der in Feuerungsanlagen verbrannten Abfälle in den letzten Jahren mehr als vervierfacht. Zu den in den Feuerungsanlagen verwerteten Mengen wurden weitere 24,4 Mio Tonnen Abfall in thermischen Abfallbehandlungsanlagen eingesetzt. Deren Menge blieb somit auf Vorjahresniveau.Zwei Drittel der 2011 in Feuerungsanlagen thermisch verwerteten Abfälle wurden zur Energieerzeugung in Biomassekraftwerken (6,8 Mio t) und Ersatzbrennstoffkraftwerken (6,3 Mio t) eingesetzt. Die übrigen Mengen verteilen sich auf andere Kraftwerke (2,0 Mio t), Heizwerke (1,2 Mio t) und Produktionsanlagen (3,4 Mio t).Laut dem vorläufigen Ergebnisbericht „Abfallentsorgung 2011“ gab es in Deutschland im Berichtsjahr insgesamt 8.534 Entsorgungsanlagen, die zusammengenommen 176,1 Mio Tonnen Abfall eingesetzt haben. Das sind gut 9,7 Mio Tonnen mehr als in 2010 (8.728 Entsorgungsanlagen mit 166,4 Mio t Input).Neben den Feuerungsanlagen mit energetischer Verwertung verzeichneten insbesondere auch Deponien und Langzeitlager einen Zuwachs der Inputmenge. Mit 37,0 Mio Tonnen wurden erstmals seit 2007 wieder mehr Abfälle deponiert als im Vorjahr (2010: 34,0 Mio t).
Stadtwerke Bielefeld weiterhin an Interargem interessiert
24.01.2013 - Die Stadtwerke Bielefeld sind weiterhin an einer Übernahme der Interargem GmbH interessiert. Das teilte der kommunale Versorger auf Anfrage von EUWID mit.
mehr - Die Stadtwerke Bielefeld sind weiterhin an einer Übernahme der Interargem GmbH interessiert. Das teilte der kommunale Versorger auf Anfrage von EUWID mit. Interargem gehören die Müllverbrennungsanlagen in Bielefeld und Hameln, die jährlich zusammen rund 700.000 Tonnen Abfall verbrennen können. Das Unternehmen ist derzeit noch mehrheitlich (61,2 Prozent) in der Hand der Eon Energy from Waste AG (EEW). Die Bielefelder Stadtwerke halten nach eigenen Angaben 35,7 Prozent an der Interargem.Die Stadtwerke hatten 2008 mit dem Düsseldorfer Eon-Konzern ein Vorkaufsrecht für die EEW-Anteile an der Interargem ausgehandelt. Als Eon im vergangenen Jahr den Verkaufsprozess der Abfallsparte einleitete, hatte das kommunale Versorgungsunternehmen im Sommer mitgeteilt, die EEW-Anteile an der Interargem übernehmen zu wollen. Nach einigem Hin und Her hatte Eon Ende des Jahres den Verkauf der EEW an ein Joint Venture mit dem schwedischen Finanzinvestor EQT verkündet. Nun melden die Stadtwerke Bielefeld wieder ihr Interesse an einer Übernahme der Interargem an.Die Stadtwerke sehen in der Entsorgungsbranche ein gut zu ihnen passendes Wachstumsfeld, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber EUWID. Die Interargem-Anlagen erzeugten beide Strom und Fernwärme und seien eine passende Ergänzung im Stadtwerke-Portfolio. Nach einem Erwerb der Interargem-Anteile wollen die Stadtwerke in einem zweiten Schritt Partner aus der Region als weitere Gesellschafter einbinden.
Sims untersucht mögliche Unregelmäßigkeiten bei britischen E-Schrott-Aktivitäten
23.01.2013 - Der internationale Schrottrecyclingkonzern Sims Metal Management wird den Wert von Lagerbeständen seiner britischen Aktivitäten um voraussichtlich rund 60 Mio AUD (ca. 47 Mio €) nach unten korrigieren.
mehr - Der internationale Schrottrecyclingkonzern Sims Metal Management wird den Wert von Lagerbeständen seiner britischen E-Schrott-Aktivitäten um voraussichtlich rund 60 Mio AUD (ca. 47 Mio €) nach unten korrigieren und untersuchen, welche Mängel der internen Kontrolle oder eventuelle betrügerische Aktivitäten dazu führten, dass die Bestände nach den Worten des Unternehmens „deutlich“ überbewertet wurden. In einer Mitteilung an die australische Börsenaufsicht ASX vom Montag erklärte der Konzern, die Wertberichtigung werde sich vorwiegend auf die Standorte der E-Schrott-Tochter Sims Recycling Solutions (SRS) in Long Marston in England und Newport in Wales beziehen. Sie umfasse sowohl Änderungen des angesetzten Nettoveräußerungswerts bestimmter Bestände als auch den Abgleich von Buch- und physischen Beständen. Sims hat nach eigenen Angaben einen Sonderausschuss eingesetzt, der den genauen Umfang der Berichtigung und ihre bilanziellen Auswirkungen ermitteln soll.
Quelle: Euwid