Nachrichten
MVV verbrennt 2011/12 rund 1,9 Mio Tonnen Abfall
18.12.2012 - Der Mannheimer Energieversorger MVV hat im Geschäftsjahr 2011/12 (1. Oktober bis 30. September) rund 1,9 Mio Tonnen Abfall verbrannt. Das ist dem heute veröffentlichten Konzernabschluss zu entnehmen.
mehr - Der Mannheimer Energieversorger MVV hat im Geschäftsjahr 2011/12 (1. Oktober bis 30. September) rund 1,9 Mio Tonnen Abfall verbrannt. Das ist dem heute veröffentlichten Konzernabschluss zu entnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Volumen der angelieferten brennbaren Abfälle im MVV-Konzern um 62.000 Tonnen und damit um etwa drei Prozent.Zu diesem Zuwachs trug vor allem das Berichtssegment Strategische Beteiligungen bei. Erstmals ganzjährig hätten sich die kommunalen und gewerblichen Lieferungen im Teilkonzern Tschechien an das Heizkraftwerk mit Abfallverwertungsanlage in Liberec ausgewirkt, das die MVV Energie CZ im September 2011 übernommen hat. Das Abfallaufkommen in dem für den deutschen Entsorgungsmarkt wichtigen Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur ist von 1,62 Mio Tonnen auf 1,59 Mio Tonnen zurückgegangen.Das Unternehmen begründet dies mit den umfangreichen Umbaumaßnahmen, die am Standort Mannheim durchgeführt worden seien: Im Rahmen des Projekts OptiMa sei die Abfallverwertungsanlage energetisch optimiert worden. Das höhere Abfallvolumen im Segment Vertrieb und Dienstleistungen beruhe auf vermehrten Anlieferungen in den Ersatzbrennstoffkraftwerken Gersthofen und Korbach.Insgesamt hat der MVV-Konzern mit 3,89 Mrd € (Vorjahr: 3,60 Mrd €) etwas mehr umgesetzt als im Jahr 2010/11. Das operative Ergebnis (EBIT) ging hingegen von 253,29 Mio € auf 198,25 Mio € zurück, Der Jahresüberschuss ging von 117,23 Mio € auf 62,90 Mio € zurück. Der Konzern begründete die Entwicklung unter anderem mit höheren Investitionen in erneuerbare Energien in Folge der Energiewende.
Stahlschrottpreise legen erneut zu
18.12.2012 - Nachdem der Stahlschrottmarkt im November bereits kräftig nach oben gegangen war, hat er im Dezember zur Überraschung vieler noch einmal um 10 bis 15 € pro Tonne zugelegt.
mehr - Nachdem der Stahlschrottmarkt im November bereits kräftig nach oben gegangen war, hat er im Dezember zur Überraschung vieler noch einmal um 10 bis 15 € pro Tonne zugelegt. Für den Norden wurden aber auch unveränderte Preise genannt. Grund dafür könnte der schwache Tiefseeexport gewesen sein, heißt es im aktuellen EUWID-Marktbericht weiter.Allerdings geht der Handel davon aus, dass die türkischen Werke schon bald wieder zu vernünftigen Konditionen ordern müssen, zumal ihre Lagerbestände sehr niedrig seien. Derzeit fragten sie zwar nach, die Preise seien aber absolut uninteressant.Aus Italien wurde hingegen weiterhin eine starke Nachfrage verzeichnet. Davon profitierte der Handel im Süden Deutschlands, erklärten die Gesprächspartner weiter.Der ausführliche Bericht zum deutschen Stahlschrottmarkt - inklusive aller Preisangaben - erscheint am Mittwoch in EUWID 51/2012. Für Kunden unseres Premiumangebots stehen die Informationen bereits online zur Verfügung.
Umweltsparte des österreichischen Versorgers EVN setzt 2011/12 weniger um
14.12.2012 - Die Energieversorgung Niederösterreich AG (EVN) hat mit ihrem Geschäftsfeld Umwelt weniger umgesetzt als im Vorjahr. Der Außenumsatz des Segments lag im Geschäftsjahr 2011/12 bei 314,9 Mio €.
mehr - Die Energieversorgung Niederösterreich AG (EVN) hat mit ihrem Geschäftsfeld Umwelt weniger umgesetzt als im Vorjahr. Der Außenumsatz des Segments lag im Geschäftsjahr 2011/12 (1. Oktober bis 30. September) mit 314,9 Mio € rund 14,9 Mio € und damit etwa 4,5 Prozent unter den Erlösen der Umweltsparte im Vorjahr (329,8 Mio €). Der Konzern begründet den Rückgang unter anderem damit, dass im internationalen Bereich zahlreiche Projekte fertiggestellt worden sind. Das operative Ergebnis (EBIT) der Umweltsparte verbesserte sich von 42,9 Mio € um fast 20 Prozent auf 51,5 Mio €. Das Vorsteuerergebnis des Geschäftsbereichs stieg von 54,8 Mio € auf 63,5 Mio €. Das EVN-Geschäftsfeld Umwelt umfasst die Trinkwasser- und Abwasserentsorgung, die thermische Abfallverwertung im Inland sowie das internationale Projektgeschäft. Das Unternehmen betreibt Müllverbrennungsanlagen im niederösterreichischen Zwentendorf/Dürnrohr und in Moskau. Die Anlage in Dürnrohr hat eine Verbrennungskapazität von 500.000 Tonnen, die Anlage im Moskau kann jährlich 360.000 Tonnen Abfall thermisch behandeln. Eine weitere MVA in Moskau soll 2015 in Betrieb gehen. Derzeit bereitet EVN die Baugenehmigung vor, heißt es im Geschäftsbericht.
Sachsen-Anhalt: Großes Potenzial bei Bio- und Grünabfällen
13.12.2012 - In Sachsen-Anhalt besteht noch ein großes Potenzial zur energetischen und stofflichen Nutzung von Bio- und Grünabfällen. Hierfür muss aber die Erfassung und Verwertung im Land optimiert werden.
mehr - In Sachsen-Anhalt besteht noch ein großes Potenzial zur energetischen und stofflichen Nutzung von Bio- und Grünabfällen aus Haushalten. Hierfür müsse aber die Erfassung und Verwertung im Land optimiert werden, teilte das Umweltministerium anlässlich der Vorstellung der aktuellen Biomassepotenzialstudie in Magdeburg mit. Zwar sei seit 2006 bis zum Jahr 2010 die Menge an getrennt erfassten Bio- und Grünabfällen um 8.330 Tonnen pro Jahr erhöht worden. Gleichwohl bestehe in einigen Entsorgungsgebieten Potenzial zur weiteren Getrenntsammlung von Bio- und Grünabfall, insbesondere in Landkreisen, die bisher keine Bioabfallsammlung über Biotonne anbieten.Mit einer flächendeckenden Erfassung der Bio- und Grünabfälle wäre in Sachsen-Anhalt eine Erhöhung der über Biotonnen erfassten Bioabfälle von rund 120.000 Tonnen auf etwa 255.000 Tonnen pro Jahr und der Grünabfälle von rund 86.000 Tonnen auf etwa 150.000 Tonnen pro Jahr möglich.
Aurubis steigert Ergebnis der Recyclingsparte durch höhere Durchsatzmengen
13.12.2012 - Die Aurubis AG konnte im Geschäftsjahr 2011/12 Umsatz und Ergebnis erneut steigern. Wie der Hamburger Kupferkonzern heute bekannt gab, erhöhten sich die Erlöse um 3 Prozent auf 13,8 Mrd €.
mehr - Die Aurubis AG konnte im Geschäftsjahr 2011/12 (30. September) Umsatz und Ergebnis erneut steigern. Wie der Hamburger Kupferkonzern heute bekannt gab, erhöhten sich die Erlöse um 3 Prozent auf 13,8 Mrd €. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 366 Mio € gegenüber 327 Mio € im Vorjahr.In einem schwierigen Umfeld, das in hohem Maße von konjunkturellen Unsicherheiten geprägt war, habe sich das Unternehmen damit gut behauptet und ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Getragen wurde die positive Entwicklung im Wesentlichen durch höhere Konzentratschmelzlöhne sowie höhere Durchsätze bei komplexen Recyclingstoffen.Laut Aurubis war die Verfügbarkeit von komplexen Recyclingrohstoffen während des gesamten Geschäftsjahres sehr gut. Ähnliches gilt für die Märkte für Altkupfer, wo lediglich zu Beginn des Geschäftsjahres das Angebot durch rückläufige Kurse reduziert wurde. Insgesamt erlaubte die positive Marktverfassung für Altkupfer eine vollständige Auslastung der vorhandenen Recyclingkapazitäten an allen Hüttenstandorten des Aurubis-Konzerns.Der Durchsatz im Kayser-Recycling-System (KRS) am Standort in Lünen, welches sich sowohl zum Einsatz von Recyclingmaterialien mit geringeren Kupfer- und Edelmetallgehalten als auch von sehr komplexen Materialien wie Elektro- und Elektronikschrotten eignet, stieg durch die Inbetriebnahme der neuen KRS-Plus-Aggregate um 5 Prozent auf 272.000 Tonnen.In diesem positiven Marktumfeld und dank der höheren Durchsatzmengen verbesserte sich das EBIT der Konzernsparte Recycling/Edelmetalle im Geschäftsjahr von 108 auf 112 Mio €. Die Umsätze stiegen von 4,6 auf 4,9 Mrd €.
BMW und Boeing prüfen Recycling von Carbonfasern
12.12.2012 - Die BMW Group und Boeing haben in Seattle eine Vereinbarung zur gemeinsamen Forschung für das Recycling von Carbonfasern unterschrieben.
mehr - Die BMW Group und Boeing haben in Seattle eine Vereinbarung zur gemeinsamen Forschung für das Recycling von Carbonfasern unterschrieben. Weitere Themen der Zusammenarbeit sollen der Austausch von Know-How in der Carbonverarbeitung und die Prüfung von Möglichkeiten der Automatisierung von Fertigungsprozessen sein, teilten die beiden Unternehmen mit.Die BMW Group wird ab Ende 2013 mit dem BMW i3 und anschließend mit dem BMW i8 erstmals zwei Fahrzeuge mit einer Fahrgastzelle aus Carbon auf den Markt bringen. Der 787 Dreamliner von Boeing besteht zu 50 Prozent aus Carbonfaserverbundstoffen.Das Recycling von Produktions-Reststoffen und am Ende des Produktlebenszyklus sei deshalb für beide Unternehmen von entscheidender Bedeutung. „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt nach vorne in der Weiterentwicklung des Einsatzes und der Wiederverwertung von Carbonfasern”, sagte Larry Schneider, Vice President of Product Development der Boeing Commercial Airplanes. Es würden verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie diese Materialien zurückgewonnen und bei der Herstellung von neuen Produkten wiederverwertet werden können.
Altpapierpreise geben bei unteren Sorten leicht nach
11.12.2012 - So sprunghaft der Altpapierexport nach Fernost im November angestiegen ist, so stark hat er im Dezember wieder nachgegeben. Das ist das Fazit des aktuellen EUWID-Berichts zum deutschen Altpapiermarkt.
mehr - So sprunghaft der Altpapierexport nach Fernost im November angestiegen ist, so starkt hat er im Dezember wieder nachgegeben. Es würden kaum mehr Mengen aus Fernost nachgefragt, berichtet das Gros der EUWID-Gesprächspartner und auch die Erlöse hätten im Vergleich zum Vormonat deutlich nachgegeben.In der Folge konnten die Preisaufschläge, die im November für Kaufhausaltpapier und Wellpappen-II-Abfälle auf dem Inlandsmarkt durchgesetzt wurden, nicht gehalten werden und die Notierungen sind dementsprechend wieder auf das Niveau vom Oktober zurückgefallen.Ein weiterer Grund für die Rücknahme sei auch die Ankündigung von umfangreichen Stillständen gewesen, die zahlreiche Verarbeiter über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel planen. Als Folge werde weniger Material abgenommen.Den vollständigen Bericht zum deutschen Altpapiermarkt inklusive des Preisspiegels erhalten Sie am Mittwoch in EUWID 50/2012. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen die Informationen bereits online zur Verfügung.
Region Hannover: Alba tritt vom DSD-Auftrag zurück
11.12.2012 - Die Alba Niedersachsen GmbH wird in der Region Hannover ab 2013 offenbar doch nicht Leichtverpackungen im Auftrag der dualen Systeme sammeln. Nach EUWID-Recherchen tritt Alba vom Vertrag zurück.
mehr - Der Entsorger Alba Niedersachsen GmbH wird in der Region Hannover ab 2013 offenbar doch nicht Leichtverpackungen (LVP) im Auftrag der dualen Systeme sammeln. Nach Recherchen von EUWID tritt Alba vom Vertrag zurück, den die Duales System Deutschland (DSD) als Ausschreibungsführerin vergeben hatte.Alba hatte die Ausschreibung gewonnen und später dann den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) dafür als Subunternehmer eingeschaltet. Der Zweckverband war zuvor mit seinem eigenen Angebot an DSD „unwesentlich“ über dem Preis von Alba gelegen und nur zweiter Sieger.Wesentliche Ursachen für die Auftragsrückgabe sollen rechtliche Hindernisse sein. Denn die beabsichtigte Zusammenarbeit von Alba und dem Zweckverband ist schon nach dem vom Bundeskartellamt vorgegebenen 50 Mio €-Kriterium unzulässig, wonach Unternehmen bei der LVP-Sammlung mit jeweils mehr als 50 Mio € Jahresumsatz aus Entsorgungstätigkeiten nicht zusammenarbeiten dürfen.
Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema erhalten Sie am Mittwoch in EUWID 50/2012. Die neueste Ausgabe mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Recycling- und Entsorgungswirtschaft gibt es auch als E-Paper.
MVA und MBA auch 2012 unter Druck
10.12.2012 - Der Entsorgungsmarkt für Siedlungsabfälle war auch 2012 wieder stark unter Druck. Das geht aus einer aktuellen EUWID-Befragung von MVA- und MBA Betreibern hervor.
mehr - Der Entsorgungsmarkt für Siedlungsabfälle war auch 2012 wieder stark unter Druck. Das hat eine Marktumfrage ergeben, die EUWID in den vergangenen Wochen bundesweit bei Betreibern von Müllverbrennungsanlagen und mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlagen durchgeführt hat. In nahezu allen Regionen Deutschlands sind die Entsorgungspreise für gemischte Siedlungsabfälle gewerblicher Herkunft insbesondere am Spotmarkt weiter gefallen.Als Gründe nennen Anlagenbetreiber unter anderem die abflauende Konjunktur in Deutschland, die demographische Entwicklung sowie Überkapazitäten. Einen Hoffnungsschimmer sehen viele Anlagenbetreiber in Abfallimporten, unter anderem aus Großbritannien, Italien und Polen.Insbesondere die UK-Importe können im MVA-Bereich als der große Trend des Jahres 2012 gesehen werden, der sich in den kommenden Jahren vermutlich fortsetzen wird. Die Abwärtsspirale stoppen konnten Abfallimporte indes bislang nicht.Den vollständigen Bericht zum "Entsorgungsmarkt für Siedlungsabfälle" - inklusive aller Preisangaben - können Sie ab Mittwoch in EUWID 50/2012 lesen. Für Kunden unseres Online-Premiumangebots steht der Marktbericht ab Dienstagmittag auch online zur Verfügung.
H&M nimmt ab Februar gebrauchte Bekleidung zurück
07.12.2012 - Ab Februar 2013 können Kunden der Modekette H&M gebrauchte Bekleidung in ausgewählten H&M-Filialen zurückgeben. Das teilte das Unternehmen mit.
mehr - Ab Februar 2013 können Kunden der Modekette H&M gebrauchte Bekleidung in ausgewählten H&M-Filialen zurückgeben. Pro abgegebener Tüte erhalten die Kunden einen Gutschein über 15 Prozent Nachlass auf einen Artikel, teilte H&M mit. Die gesammelten Kleidungsstücke werden dann vom Soex-Partnerunternehmen I:Collect AG, Zug/Schweiz, übernommen, das eine etablierte Infrastruktur für eine Weiterverarbeitung biete. Die schwedische Modekette sei damit das erste Modeunternehmen, das eine weltweite Initiative zur Altkleidersammlung umsetze, da Kunden gebrauchte Kleidung in ausgewählten Geschäfte in allen 48 Ländern, in denen H&M vertreten ist, zurückgeben könnten.
Quelle: Euwid