

Die häufig zitierte Position Deutschlands als "Exportweltmeister" beruht nicht auf Übertreibungen, sondern auf Fakten, die über lange Zeiträume hinaus nachweisbar sind. Genau genommen handelt es sich dabei um den monetären Warenexport, bei dem Deutschland 2007 zum fünften Mal in Folge den ersten Platz im internationalen Vergleich belegte. Drei Viertel der gesamten Exporte aus Deutschland gingen 2007 in europäische Länder, zwei Drittel allein in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Zwischen 1995 und 2006 sind die Exporte in den wichtigsten 25 Partnerländern um 135 % gestiegen.
Die Exportpotentiale, die sich durch die Auslandsnachfrage speziell nach Entsorgungstechnologien (Aufbereitungstechnologien, Kompostierungstechnik, Mechanisch-biologische Abfallbehandlung und Müllverbrennung) ergeben, sind in diversen Studien im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes ermittelt worden. Zum Beispiel wurde in ausgewählten Ländern (u.a. EU, Russland, Türkei, ASEAN-Staaten, China und Indien) ein Investitionsbedarf in Höhe von 43,8 Mrd. € für den Zeitraum 2004 bis 2020 ermittelt. Es wird davon ausgegangen, dass ein Teil der Anlagentechnik in den Zielländern selbst hergestellt werden wird. Daher wird die tatsächliche Importnachfrage auf rd. 20 Mrd. € geschätzt, davon sind Exporte aus Deutschland in Höhe von 5,7 Mrd. € (zu heutigen Preisen) zu erwarten.
Dem Umwelttechnologieatlas zufolge wird das aktuelle Weltmarktvolumen für Entsorgungstechnologien auf rd. 30 Mrd. € geschätzt; hierbei beträgt der Marktanteil deutscher Unternehmen etwa 25 %.
