Stand: 29.10.20082. Konferenz zu Recycling- und Effizienztechnik

Bundesumweltministerium stellt neues RETech-Internetportal vor und richtet Anlaufstelle ein

Staatssekretär Mathias Machnig am RednerpultAm 29.10.2008 fand im Besucherzentrum des Bundespresseamtes in Berlin die 2. Konferenz zu Recycling- und Effizienztechnik (RETech) statt. Mehr als 160 Vertreter aus Unternehmen, Behörden, Hochschulen, Verbänden sowie Förder- und Entwicklungsinstitutionen präsentierten auf der Konferenz Forschungsprojekte aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz und diskutierten über Lösungen der Entsorgungstechnik als Beitrag für den Klimaschutz. Ziel ist vor allem die Vernetzung von Akteuren aus Wirtschaft und Forschung zur Stützung des Technikexports und Know-how-Transfers; damit sollen auch abfallwirtschaftliche Standards im Ausland verbessert werden.

Die Exportinitiative Recycling- und Effizienztechnik (RETech) wurde im Herbst 2006 vom Bundesumweltministerium ins Leben gerufen, um gemeinsam mit einem Netzwerk von Akteuren die Entwicklung der Abfallwirtschaft insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern zu stärken. Die Auftritts- und Marktchancen der deutschen Träger des Technikexports und Know-how-Transfers sollen hierzu optimiert werden, auch um den Absatz im Ausland weiter zu steigern. "Im Bereich Entsorgungstechnologien sind wir Exportweltmeister, aber der zu erschließende Markt ist noch riesig. Unternehmen, Behörden, Verbände, Hochschulen und Beratungsbüros leisten hervorragende Arbeit – was wir nun brauchen sind Synergien", unterstrich der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Matthias Machnig in seiner Eröffnungsrede.

RETech-Internetportal und -Anlaufstelle

Der Aufbau und die kontinuierliche Fortführung der RETech-Initiative ist eine fach- bzw. ressortübergreifende Aufgabe. Dem Aufbau eines Akteursnetzwerks kommt große Bedeutung zu. Die in Deutschland vorhandenen und verfügbaren Angebote an Förderinstrumenten und -mechanismen der staatlichen Stellen und der Wirtschaftsverbände zur Exportförderung sollen gebündelt und auf die Initiative abgestimmt werden. Damit werden vorhandene Kontakte, Netzwerke, Exportinstrumente, Förderinstrumente etc. und das bei den beteiligten Akteuren/Institutionen vorhandene Wissen in die Initiative eingebunden. Mit dem Internetportal wird ein signifikanter Beitrag geleistet, um die in Bund und Ländern bestehenden Aktivitäten transparenter zu machen, stärker aufeinander abzustimmen und effizienter zu gestalten. Die entscheidende Rolle spielen die gesammelten Erfahrungen und Informationen der Akteure im Bereich der internationalen Entsorgungswirtschaft, denen ein Forum zur Verfügung gestellt wird.

Zudem wurde eine Anlaufstelle eingerichtet. Die Anlaufstelle, der zunächst neben BMU, bfai und UBA die Wirtschaftsverbände VDMA, bvse, DGAW angehören, soll als Kontaktpunkt für spezifische Nachfragen aus dem Aus- und Inland dienen sowie schnellen und qualifizierten Zugriff auf Expertise und Technologieangebote erlauben. Sie soll über das Internetportal (E-Mail und Kontaktformular), Telefon und schriftlich erreichbar sein. Weiteren fachlichen Input und Anregungen für den Betrieb der Anlaufstelle empfängt diese über den Koordinator vom Beirat der Initiative. Die Anlaufstelle soll auch Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Netzwerkbildung wahrnehmen bzw. unterstützen. Der Betrieb der Anlaufstelle wird durch eine freiwillige Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bundesumweltministerium und den Teilnehmern geregelt.

Staatssekretär präsentiert Abfallsammelfahrzeug mit Hybridantrieb

Staatssekretär im BMU, Matthias Machnig, neben Abfallsammelfahrzeug mit HybridantriebAnlässlich der 2. RETech-Konferenz stellte Staatsekretär Matthias Machnig das erste mit einem diesel-elektrischen Hybridantrieb ausgerüstete Abfallsammelfahrzeug vor. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Hybrid-Aktionsplanes der Bundesregierung auf Initiative des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel und der RETech gefördert und von der Fa. FAUN entwickelt und realisiert. Das moderne Sammelfahrzeug benutzt für lange Transportfahrten den serienmäßigen, schadstoffarmen Dieselmotor des Fahrgestells. Während des Sammeleinsatzes werden sowohl das Fahrgestell, als auch der Abfallsammelaufbau von einem diesel-elektrischen Hybridantrieb betrieben.

Weitere Informationen:

Quelle:    BMU


 
 

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