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Internationale Zusammenarbeit

GIZ
Wiedergewinnung von recyclierbaren Stoffen durch Handarbeit an einem Förderband in Ägypten (Foto: © GIZ)

Unternehmerisches Engagement für nachhaltige Entwicklung weltweit

In Entwicklungs- und Schwellenländern wächst die Nachfrage nach Technologien und Konzepten für eine effiziente Kreislaufwirtschaft rasant. Steigende Abfallmengen verlangen neue Ansätze, die unter den oftmals herausfordernden Rahmenbedingungen vor Ort funktionieren. Hier bieten sich langfristig interessante Chancen für die europäische Recyclingwirtschaft. Insbesondere deutsche Unternehmen können mit ihrer umfassenden Erfahrung und ihren innovativen Ansätzen neue Märkte für sich erschließen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Unternehmen der Kreislaufwirtschaft bei ihrem Engagement in Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten oder Südosteuropa mit zahlreichen Angeboten. Ziel ist es, gemeinsam innovative (Pilot-)Projekte umzusetzen, die eine nachhaltige Entwicklung vor Ort fördern: durch den Aufbau einer effizienten Abfallwirtschaft sowie durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze oder Ausbildungsmöglichkeiten. Dafür stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Unternehmen ein attraktives Spektrum an Förder- und Finanzierungsinstrumenten, Begleitmaßnahmen und Beratungen zur Verfügung, welche den Eintritt in die neuen Märkte erleichtern. Für eine tiefergehende Beratung zu den Förderprogrammen steht Ihnen der EZ-Scout bei der RETech Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

Für Unternehmen, die sich über die abfallwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländern informieren möchten bzw. sich einen ersten visuellen Eindruck über die lokalen Gegebenheiten verschaffen möchten, finden im Folgenden nützliche Dokumente, links und Videos:

Der Global Waste Management Outlook vermittelt den ersten umfassenden Überblick über den weltweiten Stand der Abfallwirtschaft im 21. Jahrhundert. Der Outlook ist ein aktueller Statusbericht und gleichzeitiger Aufruf an die internationale Gemeinschaft zu erforderlichen Maßnahmen. Der Global Waste Management Outlook ist 2015 ist das Ergebnis einer zweijährigen Arbeit internationaler Experten und ist entstanden auf Initiative und unter der Leitung des International Environmental Technology Centre (IETC) der UNEP und der International Solid Waste Association (ISWA).

Der Waste Atlas ist ein sog "crowd-sourcing Tool", ähnlich Wikipedia, bei dem die Datensammlung und Verifizierung auf eine grosse Gruppe von Internetnutzern verlagert wird. Der Waste Atlas ist ein nicht kommerzielles und frei zugängliches Instrument zur Information und Benchmarking mit dem Ziel, weltweit verstreut vorhandenen Daten zur Abfallwirtschaft verfügbar zu machen.

Hintergrundinformation zur Entstehung des Waste Atlas

GIZ
Biogas Anlage in Jordanien (Foto: © GIZ)

Im Rahmen des vom BMZ finanzierten Vorhabens wurden für die Zielländer Ägypten, Algerien, Jemen, Jordanien, Libanon, Marokko, Mauretanien, Palästinensische Gebiete und Tunesien abfallwirtschaftliche Daten zusammengetragen, abgestimmt und in Länderberichten veröffentlicht. Diese können über die hinterlegten links heruntergeladen werden.

Filmische Dokumentation

Ein ausführliche Film präsentiert ein relativ detailliertes Bild zur Situation der Abfallwirtschaft in den Ländern der MENA Region (Middle East and North Africa). Der dazugehörige Trailer dauert nur 6 Minuten 13 Sekunden und gibt einen ersten Überblick.

Zudem wurde ein Kurzfilm zur Sensibilisierung zu Food Waste konzipiert. Dieser Film entstand zur SWEEP-Net Regionalkonferenz im Mai 2015 in Tunis. Der Film wurde unmittelbar vor der Konferenz vorbereitet, während einer Abendveranstaltung im Rahmen der Konferenz mit aktuellen Aufnahmen komplettiert und auch bei der gleichen Abendveranstaltung noch vorgestellt. Die Idee einen unmittelbaren Bezug zwischen der Konferenz, deren (vermeidbaren) negativen Begleiterscheinungen und den während der Konferenz diskutierten Fachthemen herzustellen wurde von den 600 Teilnehmern als sehr anregend und sehr positiv aufgenommen und später auch bei ISWA für eine Auszeichnung nominiert.

Cost of Environmental Degradation

In den meisten Entwicklungs- und Schwellenländern finden mögliche wirtschaftliche und soziale Kosten/Nutzen in den strategischen Planungsprozessen insbesondere in der Abfallwirtschaft keine Berücksichtigung. 2014 hat das regionale Abfallnetzwerk SWEEP-Net in Zusammenarbeit mit dem Center for Mediterranean Integration (CMI) und gemeinsam mit ihren lokalen Partnern einen Prozess zur Erstellung von umweltökonomischen Gesamtrechnungen für die Städte Beirut (Libanon), Tunis (Tunesien) und Rabat (Marokko) angestoßen. Die Ergebnisse wurden in drei Studien zu Cost of Environmental Degradation (COED) dargestellt.

Ziel der Studie war es die makroökonomischen Kosten eines abfallwirtschaftlichen Missmanagements zu quantifizieren und somit notwendigen Investitionskosten für eine verbesserte Abfallwirtschaft gegenüber zu stellen. Für politische Entscheidungsträger wurden die Ergebnisse nochmals in Form von sogenannten Policy Notes für Beirut, Tunis und Rabat zusammengefasst.