Stand: 01.08.2008Wissenstransfer aus Deutschland

Know-how zur Entwicklung und erfolgreichen Anwendung von Recycling- und Effizienztechnik Made in Germany ist in der Wissenschaft, in der Verwaltung, bei Dienstleistungen und in der Technik reichlich vorhanden. Im Kontext der Globalisierung wird die Forderung dringender, dieses Know-how zu übermitteln. Die Herausforderung für einen gelungenen Know-how-Transfer liegt darin, einen Weg zu finden, effiziente Leistungen trotz unterschiedlichster länderspezifischer Bedingungen zu erbringen.

Der Bedarf für abfallwirtschaftliches Handlungswissen ist länderspezifisch. Er ist situationsabhängig und hängt vom gesellschaftspolitischen Kontext und Selbstverständnis im jeweiligen Land ab. Zur Sensibilisierung für den Bedarf an abfallwirtschaftlichem Know-how in Schwellen- und Entwicklungsländern trägt die Entwicklung von    Standards bei. Der europäische Raum und Deutschland im Besonderen geben starke Impulse bei der Enwicklung internationaler Standards.

Akteure und Instrumente des deutschen Know-how-Transfers

Systematisch erfolgt Know-how-Transfer in Deutschland durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Zusammen mit seinen Durchführungsorganisationen realisiert es eine Vielzahl von Aktivitäten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit:

  • Projekte der Finanziellen Zusammenarbeit und der Technischen Zusammenarbeit. Verantwortliche Organisationen für die Finanzielle Zusammenarbeit sind die KfW Entwicklungsbank (KfW) und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), eine 100-prozentige Tochter der KfW Bankengruppe. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ist für die    Technische Zusammenarbeit mit den Partnerländern zuständig.
  • Vorbereitung und Entsendung von deutschen Fachkräften. Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) hat sich auf die Vorbereitung und Entsendung von Fachkräften der Entwicklungszusammenarbeit spezialisiert.
  • Berufliche Fortbildung von Fach- und Führungskräften aus den Partnerländern. Für Personalentwicklung und Weiterbildung ist vor allem die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) zuständig. Internationale Fachkräfte für die Partnerländer werden durch das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) bereitgestellt.

Rolle des BMU beim Transfer von abfallwirtschaftsspezifischem Wissen

Durch die Beteiligung am EU-Twinning-Programm kommt dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gemeinsam mit den anderen Umweltbehörden von Bund und Ländern eine besondere Rolle zu. Die Durchführung fachspezifischer    Twinning-Projekte im Abfallbereich unterstützt maßgeblich Rechtsreform und Verwaltungsaufbau in Mittel- und Osteuropa sowie dem Mittelmeerraum.

Darüber hinaus fördert das BMU den Transfer von Know-how durch die flexiblen Kyoto-Mechanismen CDM (Clean Development Mechanism) und JI (Joint Implementation) mit der eigens eingerichteten     CDM-/JI-Initiative. Sie unterstützt Unternehmen und Institutionen, im Bereich CDM oder JI tätig werden wollen.

 
 

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Quelle: Euwid

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