

Know-how zur Entwicklung und erfolgreichen Anwendung von Recycling- und Effizienztechnik Made in Germany ist in der Wissenschaft, in der Verwaltung, bei Dienstleistungen und in der Technik reichlich vorhanden. Im Kontext der Globalisierung wird die Forderung dringender, dieses Know-how zu übermitteln. Die Herausforderung für einen gelungenen Know-how-Transfer liegt darin, einen Weg zu finden, effiziente Leistungen trotz unterschiedlichster länderspezifischer Bedingungen zu erbringen.
Der Bedarf für abfallwirtschaftliches Handlungswissen ist länderspezifisch. Er ist situationsabhängig und hängt vom gesellschaftspolitischen Kontext und Selbstverständnis im jeweiligen Land ab. Zur Sensibilisierung für den Bedarf an abfallwirtschaftlichem Know-how in Schwellen- und Entwicklungsländern trägt die Entwicklung von Standards bei. Der europäische Raum und Deutschland im Besonderen geben starke Impulse bei der Enwicklung internationaler Standards.
Systematisch erfolgt Know-how-Transfer in Deutschland durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Zusammen mit seinen Durchführungsorganisationen realisiert es eine Vielzahl von Aktivitäten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit:
Durch die Beteiligung am EU-Twinning-Programm kommt dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gemeinsam mit den anderen Umweltbehörden von Bund und Ländern eine besondere Rolle zu. Die Durchführung fachspezifischer Twinning-Projekte im Abfallbereich unterstützt maßgeblich Rechtsreform und Verwaltungsaufbau in Mittel- und Osteuropa sowie dem Mittelmeerraum.
Darüber hinaus fördert das BMU den Transfer von Know-how durch die flexiblen Kyoto-Mechanismen CDM (Clean Development Mechanism) und JI (Joint Implementation) mit der eigens eingerichteten CDM-/JI-Initiative. Sie unterstützt Unternehmen und Institutionen, im Bereich CDM oder JI tätig werden wollen.
