

Wachstum ist in der Regel ein positiv besetzter Begriff. Bei wachsenden Müllmengen ist die Situation genau umgekehrt. Die Zusammensetzung des Mülls wird immer komplexer und die Mengen immer größer - nicht nur in den Industrieländern. Mehr Menschen erzeugen mehr Abfall. Massenkonsumgüter verbreiten sich schneller, als Entsorgungsstrukturen Schritt halten können. Daraus ergeben sich direkte Probleme für die Gesundheit der Menschen und negative Auswirkungen auf die Umwelt, beispielsweise auf Wasser, Boden und Luft.
So hat zum Beispiel das Bundesland Mexiko große Probleme mit seinen Abfällen. Mit rund 13 Millionen Menschen und 125 Gemeinden ist es eines der bevölkerungsreichsten Bundesländer des Landes: Die größten Gemeinden haben dabei die Einwohnerzahl Berlins.
2000 stellte das Landesumweltamt (SEGEM) für die Kampagne "Für ein sauberes Bundesland" attraktive Preise bereit. Kommunen, Nichtregierungsorganisationen, Schulen, Unternehmen und Einzelpersonen wurden eingeladen, innovative Pilotprojekte zur Verbesserung der Umweltsituation zu entwickeln. 80 von 125 Gemeinden nahmen teil.
Das Projekt SEGEM-GTZ war Mitglied der Jury. Die Preisverleihung fand im Juni 2002 unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit statt. Da die Preisgelder zweckgebunden für Umweltschutzmaßnahmen eingesetzt werden mussten, konnten weitere Impulse gesetzt werden. Das Interesse für die Abfallwirtschaft wurde so wesentlich mehr gefördert, als dies durch punktuelle oder individuelle Einzelmaßnahmen möglich gewesen wäre.
Weitere Informationen zu Hintergrund, Ansatz und Ergebnisse finden Sie unter: www.gtz.de
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Quelle: GTZ
