

Sammlung, Sortierung und Recycling von Wertstoffen bieten hunderttausenden armen Menschen weltweit Einkommen. Häufig arbeiten sie jedoch unter umwelt- und gesundheitsschädigenden Bedingungen und entgegen der formellen, oft defizitären Entsorgung durch die öffentliche Hand.
Dies sind die Leitfragen des Projekts "Partnerschaften für die Recyclingwirtschaft". Der Ansatz zu einer Lösung verbindet das Prinzip der Kreislaufwirtschaft mit dem Potenzial, das Müllsammler aus langjähriger Tätigkeit mitbringen.
Ein Pilotvorhaben zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung (MBA) in São Sebastião in Brasilien bezog die lokalen Müllsammler (Catadores) ein, und unterstützte die Gründung von Kooperativen. Im September 2000 fand in São Sebastião mit Unterstützung der GTZ das erste internationale Treffen von Müllsammlern statt. Es nahmen über 60 Vertreter aus Brasilien, Argentinien und Mexiko teil. Eine starke Bewegung der Catadores im ganzen Land forderte mehr Rechte - mit Erfolg: Ende 2002 erließ das Arbeitsministerium ein Gesetz, das Catadores als Berufsstand anerkennt und sie sozial stärker absichert. Ende 2003 folgte ein Programm des Umweltministeriums zur Unterstützung der Catadores.
Hintergrund, Ansatz und Ergebnisse direkt bei der GTZ
Zurück zu: Technische Zusammenarbeit
Quelle: GTZ
