Stand: 16.08.2010Abfall und Recyclingtechnik

Kreislaufwirtschaft in Deutschland und Europa

Der Abfallbereich zählt in Deutschland und Europa zu einem der am meisten regulierten Sektoren. Ziel hierbei ist es, weg von der alleinigen Entsorgung von Abfällen und hin zu einer Kreislaufwirtschaft zu gelangen. Damit einhergehend ist die größte Herausforderung die Nutzbarmachung der Sekundärrohstoffe, die in Abfällen enthalten sind, und die Nutzung des Energiegehaltes. Dieses Ziel kann allerdings nur dann erreicht werden, wenn die erforderlichen Technologien vorhanden sind: Die ureigenste Aufgabe des Maschinen- und Anlagenbaus.

Teilbereiche der Abfall- und Recylingtechnik

Wenn man von Abfall- und Recyclingtechnik spricht, ist nicht nur die Rede von komplexen Anlagen, sondern auch von einzelnen Maschinen. Grundsätzlich kann hier zwischen thermischen, biologischen und mechanischen Verfahren unterschieden werden.

Anfangs konzentrierte sich Abfalltechnik hauptsächlich auf Maschinen und Anlagen zur Vebrennung und Deponierung. Im Laufe der Zeit – unter anderem auch dank der frühzeitigen Gesetzgebung in Deutschland – ergänzten die Hersteller die Produktpalette um weitere Technologien. Dabei steht vor allem die Nutzung der stofflichen oder energetischen Eigenschaften des Abfalls im Vordergrund.

Die gesamte Abfallwirtschaft, wie wir sie in Deutschland kennen, funktioniert allerdings nicht ohne Komponenten wie die Zerkleinerungstechnik, die Sortiertechnik oder Techniken zur Fraktionierung von Materialien. Auf dem Weltmarkt werden also nicht nur komplette Abfallentsorgungsanlagen angeboten, sondern auch kleinteiligere Technik. Gerade im Bereich Biomasse sind Zerkleinerungsaggregate mit anschließender Trenntechnik bspw. mittels Siebtrommeln gefragt. Auch manche Verbrennungsanlagen benötigen eine vorgeschaltete Zerkleinerungstechnik.

Internationale Absatzmärkte

Die deutschen Hersteller von Abfall- und Recyclingtechnik sind überwiegend mittelständische Unternehmen. Mit einer Exportquote von über 60% liegt ihr Schwerpunkt außerhalb Deutschlands. Die Mehrheit der ausländischen Absatzmärkte befindet sich innerhalb der europäischen Union (EU). Nichts desto weniger sind auch Märkte außerhalb der EU von Interesse: Viele Maschinenbauer haben Tochtergesellschaften oder Kooperationspartner im Ausland oder arbeiten über ausgeklügelte Vertriebsnetze mit Vor-Ort-Vertretern.

Regionen, die in naher Zukunft sicher an Stellenwert für die deutschen Hersteller zunehmen werden, sind China, Lateinamerika und Russland. Grundsätzlich gilt aber, dass sich die Nachfrage aus diesen Regionen nur etablieren wird, wenn die entsprechenden abfallwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Standards vor Ort gesetzt werden. Denn Abfall- und Recyclingtechnik aus Deutschland ist darauf ausgerichtet, möglichst effektiv die Ressource Abfall in stofflicher und energetischer Hinsicht zu nutzen.

Ansprechpartnerin:

Frau Naemi Denz
VDMA, Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik
Tel.: 0049 69 660 312 26
Email: naemi.denz@vdma.org

Weiterführende Links:

VDMA-Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik
EU Environmental Technologies Action Plan

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Quelle: Euwid