Stand: 11.12.2009Länderprofil Südkorea:
Umweltpolitische und abfallwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Umweltpolitik
- Ziele von 2008 bis 2011: Erhöhung des Recyclingaufkommens, Reduzierung der Deponieablagerung
- Ziel für 2020: Verzicht auf Lagerung von Müll auf Deponien
- Einführung fortwährende Nachhaltigkeitsstrategie seit Rio-Gipfel 1992
- Leitbild „Life-respecting, Sustainable Green Nation“: Green Vision 21, 1995 erstellt als langfristige Umweltpolitik, Prinzipien: Verminderung der Umweltverschmutzung, Integration Wirtschaft- und Umweltpolitik, Ausbau und Durchsetzung des Verursacherprinzips, Förderung internationaler Zusammenarbeit
- Massenaktionen z. B.: „Nicht-Weg-Werfen“, „Reduzierung der häuslichen Abfälle“
Rechtsgrundlagen und Rechtsnormen
In Kraft:
- Grundlagengesetz für die Umweltpolitik (1.8.1990)Umweltschutzgesetz, 1963 (1977)
- Gesetz über das Abfallmanagement (31.12.1986, Gesamtnovellierung: 8.3.1991)
- Gesetz über die Förderung der Wiedernutzung von Bauabfällen (31.12.2003)
- Gesetz über die Förderung des Sparens und der Wiederverwertung von Ressourcen (12.8.1992) (Gesamtnovellierung: 24.2.2002)
- Gesetz über den grenzüberschreitenden Abfalltransport und Abfallentsorgung (12.8.1992)
- Gesetz über die Errichtung von Abfallentsorgungsanlagen und über Fördermaßnahmen in ihren Umgebungsgebieten (5.1.1995)
- Gesetz über die Errichtung und den Betrieb etc. der Korporation für das Management der Deponien in der Hauptstadt-Region (21.1.2000)
- Gesetz über die koreanische Korporation für das Ressourcen-Recyceln (27.12.1993)
In Planung:
Umsetzung des Gesetzes über Wertstoffrecycling elektronischer/elektrischer Produkte und Automobile (analog zu RoHS in Europa)
Organisation und Verantwortlichkeiten
Umsetzung der Rechtsnormen:
- Staat setzt die Rahmenbedingungen für Umweltpolitik und Umweltgesetzgebung
- Städte erlassen umweltspezifische Satzungen
Kontrolle/ Überwachung der Einhaltung:
- Staat zuständig für Management spezifischer Abfälle; Gemeinden verantwortlich für den gewöhnlichen Abfall (Siedlungsabfall)
- Regionale Umweltschutz- und Umweltmanagementabteilungen
Stoffspezifische Informationen
Abfallarten:
Siedlungsabfall, Industrieabfälle (inkl. gefährliche Abfälle) und Bauschutt
Abfallmengen:
2006 [Mio. Mg]:
Gesamt: 120,1; Siedlungsabfall: 17,8; Industrieabfall (inkl. gefährliche Abfälle) 40,6; Bauabfall: 61,7
Abfallzusammensetzung:
Abfallaufkommen 2005 [%]:
| Abfallart | Anteil am Abfallaufkommen [%] |
| Siedlungsabfall (allgemein, getrennt recyclebar, und nicht recyclebar) | 16 |
| Industrieabfall (inkl. gefährliche Abfälle) | 41 |
| Bauabfall | 43 |
Abfallströme und Entsorgungswege:
Entsorgungswege Siedlungs-, Nahrungsmittel- und Industrieabfälle 2006 [%]:
| Art der Entsorgung | Anteil an Gesamtentsorgung - Siedlungsabfälle[%] | Anteil an Gesamtentsorgung - Nahrungsmittelabfälle[%] | Anteil an Gesamtentsorgung - Industrieabfälle[%] |
| Recycling | 57,2 | 94,0 | 87,2 |
| Deponierung | 25,8 | 2,0 | 5,2 |
| Verbrennung | 17,0 | 4,0 | 3,8 |
| Verklappung | - | - | 3,8 |
Recycling 2006 [Mio. Mg, (%)]:
| Abfallart | Anteil an recyceltem Abfall [Mio. Mg, (%)] |
| Papier | 7.998 (80,8) |
| Altmetall | 22.716 (41,2) |
| Blechdosen | 0,195 (60,7) |
| Glas | 0,533 (72,9) |
| Reifen [1.000 Stk.] | 23.852 (81,1) |
| Schmiermittel | 0,164 (68,9) |
Emissionspotential:
Skalenwert: 5, da Recycling und Verbrennung als Vorbehandlung