Stand: 11.12.2009Länderprofil Rumänien:
Umweltpolitische und abfallwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Umweltpolitik

  • An den Zielen der EU ausgerichtet, vollständige Übernahme der Acquis communautaire
  • Nationales Umweltprogramm (aktuell von 2007) sowie nationale Abfallwirtschaftsstrategie und Plan
  • Operatives Programm für Umweltsektor (2007-13) mit Schwerpunkt Abfallwirtschaft (Priorität 2)
  • Detaillierte Abfallwirtschaftspläne für 8 Regionen des Landes seit Ende 2007

Rechtsgrundlagen und Rechtsnormen

In Kraft:

  • Nationales Umweltgesetz Nr. 265/2006 und Gesetz zur Umsetzung der Abfallwirtschaft Nr. 101/2006, ergänzt um Anordnung Nr. 92/2007 mit Regelung kommunaler Dienstleistungen inkl. Entsorgung
  • Eigenständige Gesetze zum EU-Regelwerk zu Deponien, Abfallverbrennung und spezifische Abfallströme
  • Nationaler Abfallwirtschaftsplan (bestätigt durch Erlass G.D.1470/2004; derzeitig in Aktualisierung)

In Planung:

Erstellung der Abfallwirtschaftspläne auf der Ebene der 42 Bezirke (Judets) in 2008 begonnen

Organisation und Verantwortlichkeiten

Umsetzung der Rechtsnormen:

  • Oberste Behörde: Ministerium f. Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Ministerul Mediului şi Dezvoltării Durabile) zusammen mit nationaler Umweltagentur (NEPA) und Regional- /Lokalvertretungen (REPA/LEPA)
  • Abfallwirtschaftspläne auf 4 Ebenen gefordert, Industriebetreiber für praktische Umsetzung bei IndAbf, Kommunen für Siedabf. zuständig, letztere verfügen hierfür über Umweltabteilungen

Kontrolle/ Überwachung der Einhaltung:

  • Dem Umweltministerium unterstellte regionale und lokale Umweltagenturen (REPA, LEPA) zusammen mit speziellem Inspektionsapparat (National Environmental Guard)
  • Umweltbehörden/-abteilungen der Kommunen

Stoffspezifische Informationen

Abfallarten:

  • SiedAbf. vergleichbar dem westeuropäischen Spektrum, Verpackungsmaterialien stark ansteigend
  • Geschätzte 330 Mio. Mg/a Aufkommen inkl. flüssige Abf., Abf. aus Bergbau, Bausektor und Landwirt.

Abfallmengen:

  • GesamtSiedAbf. 2003 [Mio. Mg]: 9,5 + weitere geschätzte 1 Mio. Mg/a noch nicht erfasste Abfälle
  • GesamtIndAbf. 2003 [Mio. Mg]: 25 (Angaben stark differierend), davon gefährl. Abf. [Mio. Mg]: rd. 2
  • Spezifische Siedlungsabfallmenge [kg/EW a]: 426

Abfallzusammensetzung:

Siedlungsabfälle 2002 [Gew.-%]:

Abfallart Anteil an Siedlungabfällen [%]
Organische Abfälle 51
PPK 11
Plastik 10
Glas 5
Metalle 5
Textilien 5
Rest 13

Abfallströme und Entsorgungswege:

  • Haushalt-/Gewerbemüllsammlung bislang sehr auf Städte beschränkt, Industrie separat entsorgt
  • Langsame Zunahme separater Wertstofferfassung haupts. Bringsystem (insb. Metall, PPK, Glas)
  • Entsorgungswege SiedAbf 2004 [%]: Deponie 95, Recycling 5 (Verpackungsbereich bei ca. 20 %)
  • Reduktionsziel für biologisch abbaubarer Abf. in Deponie bis 2010 um 25 % und bis 2016 um 65 %, dazu getrennte Bioabfallsammlung und flächendeckend Bau modularer Kompostieranlagen geplant

Emissionspotential:

Skalenwert: 6, hohe organ. Abfalllast, kaum Bioabfallerfassung aber teils Haushaltsnutzung, zur Entsorgung genutzte Deponien erst z. T. mit Gasfassung, keine Verbrennung

 
 

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Quelle: Euwid

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