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GIZ - RETech Konferenz in Algier

© GIZ
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Privatwirtschaftsbeteiligung in der Kreislaufwirtschaft:
Die Erfahrungen aus Deutschland

27 März 2018 in Algier, SAFEX, Pavillon « Ahaggar »

Die deutsche Kreislaufwirtschaft genießt den Ruf auf allen Ebenen zu den weltweit führenden zu gehören. Hierzu gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen und Durchführungsbestimmungen, die technologischen Entwicklungen und Umsetzungen, sowie der Betrieb, das Kostenerstattungssystem und die Forschung. Der heutige Zustand der Kreislaufwirtschaft in Deutschland ist Ergebnis einer langanhaltenden Entwicklung basierend auf entsprechenden regulativen Maßnahmen und den damit einhergehenden technologischen Entwicklungen und betrieblichen Optimierungen während der letzten Jahrzehnte. Im Hinblick auf Algerien können deutsche Firmen und Organisationen neben dem Technologietransfer auch öffentliche und private Entwicklungspartnerschaften und Beratung zu technischen und legislativen Aspekten  anbieten. Deutsche Kreislaufwirtschaftsspezialisten aus allen Ebenen der Entsorgungskette können Algerien dabei unterstützen, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden und die sog. „Lessons Learnt“ mit dem Ziel anzuwenden, die kreislaufwirtschaftliche Entwicklung in Algerien zu beschleunigen hin zu einer gesünderen Umwelt, Schaffung von Beschäftigung und Einkommensmöglichkeiten im Rahmen einer wachsenden Recyclingindustrie.

Im Rahmen des Salon International d’Environnement et des Énergies Renouvelable (SIEERA), einer internationalen Ausstellung für Umweltschutz und Erneuerbare Energien, die unter der Schirmherrschaft des algerischen Ministeriums für Umwelt und erneuerbaren Energien vom 26-28. März 2018 in Algier stattfand, veranstaltete die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und ihre Partner eine internationale Konferenz mit deutschen Spezialisten aus unterschiedlichen abfallwirtschaftlichen Bereichen um gemeinsam den Stand der deutschen Abfallwirtschaft vorzustellen und mit teilnehmenden Vertretern des Ministeriums für Umwelt Erneuerbaren Energien, Vertretern anderer Regierungsresorts, Gemeindevertretern  und Vertretern des algerischen Privatsektors zu diskutieren. Alle Referenten fokussierten sich dabei auf die Anwendbarkeit im algerischen Kontext.

Eröffnet wurde die Konferenz von der algerischen Ministerin für Umwelt und Erneuerbare Energien. Frau Fatma Zohra Zerouati, der GIZ Landesdirektorin Algerien, Frau Susanne Wahl  und dem deutschen Botschafter in Algerien, Herr Michael Peter Zenner.

Die Konferenz startete mit Präsentationen von fünf Experten aus Deutschaland, die eine große Bandbreite der deutschen Kreislaufindustrie abdeckten. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit vertreten durch  Frau Dr. Anja Meutsch, beschrieb die legislative Entwicklung Deutschlands im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft während der letzten Jahrzehnte  und ihre Auswirkungen auf den öffentlichen und privaten Sektor.

Herr Friedrich Sonderhoff von der Berliner Stadtreinigung teilte detailliert die organisationellen und technischen Erfahrungen einer der größten kommunalen Dienstleister in Deutschland. Auf Grundlage der legislativen und kommunalen Einblicke präsentierte Herr Arne Grewe, Geschäftsführer der Fa. Wastecon AG technische Möglichkeiten zur Optimierung der bestehenden Abfallwirtschaft in Entwicklungsländern. Die German RETech Partnership e.V. wurde durch Herrn Kevin Kasih, Geschäftsführer der Fa. Blackforest Solutions  vorgestellt. Herr Kasih zeigte Möglichkeiten für algerisch-deutsche Kooperationen für den öffentlichen und privaten Sektor als Brücke der beiden Märkte auf. Frau Agnes Bünemann, Geschäftsführerin der Firma Cyclos GmbH schloss die Runde mit einem detaillierten Einblick in die rechtlich-strategischen und organisationellen Aspekte der erweiterten Produzentenverantwortung für sich entwickelnde Abfallwirtschaftssysteme.

In einer gemeinsamen Runde mit den algerischen  Vertretern des öffentlichen und privaten Sektors  und den deutschen Referenten und Delegationsmitgliedern wurden im Anschluss auf einer Podiumsdiskussion unterschiedliche rechtliche und technische Ansätze hin zu einer Kreislaufwirtschaft für Algerien diskutiert.